47 Punkte am Abend, zwei Monate Pause am Tag danach. Anthony Edwards fällt wegen anhaltender Knieprobleme rund acht Wochen aus, wie Yahoo Sports unter Berufung auf ESPN-Insider Shams Charania berichtet. Die Nachricht kam nur einen Tag nach der Gala des Guards bei der ersten Saisonniederlage der Minnesota Timberwolves gegen Cleveland – und trifft ein Team, das gerade ins Rollen kam.
NBA: Edwards-Ausfall – die Knieprobleme reichen weit zurück
Die Vorgeschichte ist lang. Schon in der Vorsaison hatte Edwards mit einem „Runner’s Knee“ im rechten Knie zu kämpfen, in den Playoffs gegen Denver überstreckte er das linke Knie und kehrte gegen San Antonio angeschlagen zurück. Zuletzt griff er sich laut des Berichts mehrfach ans Knie und ließ wegen Behandlungen alle Medienrunden nach Spielen aus – Warnsignale, die der Medizinstab nicht länger ignorieren wollte.
Statt saisonlanger Schadensbegrenzung entschied sich das Team nun für eine langfristige Lösung. Für die Wolves ist das ein bitterer, aber nachvollziehbarer Schritt: Edwards hatte mit karrierebesten 33,3 Punkten pro Spiel den 3:1-Start geprägt und Minnesota zu einer der spannendsten Geschichten des frühen Saisonverlaufs gemacht. Ohne ihn verliert die Mannschaft ihren mit Abstand gefährlichsten Scorer.
Timberwolves ohne ihren Star: Dosunmu rückt auf, Ball soll führen
Besonders schmerzhaft ist das Timing. Bei Meister Oklahoma City fehlen mit Jalen Williams und Cason Wallace zwei wichtige Stützen, was im Westen ein Fenster öffnet – genau in diesem Moment muss Minnesota ohne seinen All-NBA-Guard auskommen. Die Chance, sich früh in der Saison an der Spitze der Conference festzusetzen, rückt damit in weite Ferne.
Die Lücke soll laut Yahoo Sports im Kollektiv geschlossen werden. Ayo Dosunmu, frisch mit einem Fünfjahresvertrag ausgestattet, dürfte in die Startformation rücken, Terrence Shannon Jr. sorgt für offensive Entlastung, Jaylen Clark und Bones Hyland füllen die Bank auf. Von LaMelo Ball und Jaden McDaniels wird demnach erwartet, dass sie mehr Führungsverantwortung übernehmen.
Anthony Edwards: 30 verpasste Spiele – und ein teurer Nebeneffekt
Zwei Monate Pause bedeuten rund 30 verpasste Spiele bis Ende Dezember. Damit wäre Edwards aus dem Rennen um die Auszeichnungen der Regular Season – und eine echte Supermax-Verlängerung, die an solche Ehrungen geknüpft ist, wäre vom Tisch. Der sportliche Rückschlag hat für den Guard also auch eine finanzielle Dimension, die weit über diese Saison hinausreicht.
Ganz abschreiben sollte man ihn allerdings nicht. Erfahrungsgemäß kehrt Edwards oft vor dem prognostizierten Termin zurück, wie das Portal anmerkt. Für Minnesota geht es in den kommenden Wochen deshalb vor allem darum, den Anschluss im Westen nicht zu verlieren – damit die Rückkehr des Stars im Idealfall nicht in eine Aufholjagd, sondern in einen Angriff auf die Spitze mündet.
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