Fußball heute: Der FC Arsenal ist im Achtelfinale des League Cup sensationell am Viertligisten Fleetwood Town gescheitert. Nach einem 1:1 setzte sich der Außenseiter im Elfmeterschießen mit 5:3 durch und feierte den größten Coup seiner Vereinsgeschichte. Das berichten kicker.de, sport1.de und transfermarkt.de – Trainer Mikel Arteta zeigt sich tief enttäuscht.
FC Arsenal: Pokal-Aus gegen Viertligist Fleetwood
Vor 5.000 Fans im Highbury Stadium ging es nach 90 Minuten direkt ins Elfmeterschießen, eine Verlängerung gibt es im Ligapokal nicht. Fleetwood verwandelte durch Coughlan, Neal, Davies, Cannon und Haughey alle fünf Versuche. Für Arsenal trafen Ødegaard, Havertz und Gyökeres, ehe Bruno Guimarães an Keeper Lynch scheiterte, wie kicker.de berichtet.
Normalerweise trennen beide Klubs Welten. Arsenals Kader ist laut transfermarkt.de 1,38 Milliarden Euro wert, der von Fleetwood 2,75 Millionen. Arsenal ist punktgleich mit Premier-League-Spitzenreiter Manchester City, Fleetwood belegt in der League Two nur Rang 18 von 24. Bislang kannte man den Klub vor allem als frühere Station von Jamie Vardy.
Fleetwood Town: Drohne, Führung und ein Abwehrkampf
Der Abend begann kurios: Kurz nach dem Anpfiff musste Schiedsrichter Michael Salisbury die Partie für rund acht Minuten unterbrechen, weil eine Drohne über dem Platz kreiste. In der 21. Minute schlug dann Aaron Loupalo-Bi (20, Marktwert 75.000 Euro) zu, der nach einem Zuspiel durch die Mitte den Ball abschirmte und links im Strafraum flach ins rechte Eck vollendete.
Lynch parierte in der 30. Minute zudem gegen Gyökeres, der nach der Pause aber doch zum Ausgleich traf (50.). Mit harten Zweikämpfen, unzähligen Blocks und auch mal einem Foul hielt der Außenseiter dagegen, Davies kam sogar noch einmal gefährlich vor das Tor (83.). In der Schlussphase vergaben White, Gyökeres, Ødegaard, Eze und Havertz weitere Chancen.
Mikel Arteta: „Ein wirklich trauriger Tag für uns“
Tief enttäuscht, aber gefasst reagierte Arteta (44) auf das Aus. „Ein wirklich trauriger Tag für uns“, sagte er laut transfermarkt.de. „Ich bin traurig. Ich glaube, wir sind alle traurig.“ Am Einsatz habe es aber nicht gelegen: „Es lag nicht an Einsatz, Fleiß oder dem Willen, zu gewinnen, aber uns fehlten andere Dinge.“
Mit der Chancenverwertung haderte der Coach dagegen. „Wir haben uns so viele Chancen erarbeitet und diese nicht genutzt. Und dann werden die Unterschiede so gering“, analysierte er. Dabei hatte er zwar Declan Rice, Gabriel Magalhães und David Raya geschont, mit Havertz, Gyökeres, Martín Zubimendi, Piero Hincapié und Jurriën Timber aber dennoch prominent besetzt.
League Cup: Tränen und Platzsturm in Fleetwood
Grenzenlos war der Jubel auf der anderen Seite. Fleetwood-Coach Matt Lawlor sprach vom „größten Erfolg der Vereinsgeschichte“, die Sun von der „größten Sensation in der Ligapokalgeschichte“. Die BBC sprach von einem „schrecklichen“ Auftritt Arsenals – ein vernichtendes Urteil für den englischen Meister.
Nach dem Abpfiff flossen Tränen, Fans stürmten auf den Rasen, manche sogar mit Babys auf dem Arm, um mit den Spielern zu feiern. Held des Abends war Keeper Lynch. Für Arsenal geht der Blick nun zurück auf das Titelrennen in der Premier League, wo nach dem Sieg gegen Everton die Punktgleichheit mit City verteidigt werden soll.
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