Fußball heute: Espanyol Barcelona hat Trainer Manolo González (47) entlassen. Unmittelbar zuvor war der Klub aus LaLiga in der Copa del Rey nach Verlängerung am Viertligisten Sestao River gescheitert. Das berichten fussballdaten.de, fussballtransfers.com und transfermarkt.de – für González war das Weiterkommen Pflicht gewesen.
Espanyol Barcelona: González muss nach Pokal-Blamage gehen
Die Trennung erfolgte direkt nach der Blamage am Dienstagabend. Laut fussballdaten.de hatte González nur mit einem Einzug in die nächste Runde seinen Job retten können. Auch in der Liga läuft es alles andere als rund: Mit acht Punkten aus zehn Spielen steht der Stadtrivale des FC Barcelona auf Rang 18 und damit auf dem ersten Abstiegsplatz.
Umso peinlicher wirkt das Aus angesichts des enormen Gefälles zwischen beiden Klubs. Der Kader von Espanyol ist laut transfermarkt.de 141,6 Millionen Euro wert und damit 65-mal so viel wie der von Sestao (2,17 Millionen). Die Basken führen allerdings die Gruppe I der Segunda Federación mit 19 Punkten aus acht Spielen an.
Copa del Rey: Sestao River dreht das Spiel zweimal
Der Abend hatte dabei gut begonnen. Marcos Fernández holte nach sechs Minuten einen Elfmeter heraus und verwandelte selbst. Doch Stürmer Adri Carrión (18.) und Verteidiger Andoni Ugarte (40.) drehten die Partie noch vor der Pause. Erst in der 90. Minute rettete Roberto Fernández, ebenfalls vom Punkt, sein Team in die Verlängerung.
Dort schien PSG-Leihgabe Gabriel Moscardo mit seinem Treffer in der 96. Minute die Wende einzuleiten. Nur zwei Minuten später glich Ander Laka jedoch aus, ehe Jon Rojo in der 121. Minute den Siegtreffer für den Außenseiter erzielte. Auch der eingewechselte Bryan Zaragoza (25), Leihgabe des FC Bayern, konnte die Blamage nicht verhindern.
Manolo González: Längste Amtszeit seit Pochettino
González hatte Espanyol im März 2024 übernommen und das Team zurück in die höchste Spielklasse geführt. Dort landete es 2024/25 auf Rang 14 und 2025/26 auf Platz elf. In 107 Pflichtspielen holte er im Schnitt 1,21 Punkte. Erst in dieser Saison kippte die Entwicklung deutlich – mit den bekannten Folgen.
Mit 959 Tagen im Amt war seine Zeit die längste seit Mauricio Pochettino. Der heutige US-Nationaltrainer stand von Januar 2009 bis November 2012 insgesamt 1.406 Tage und 161 Spiele an der Seitenlinie. Für Pochettino war es die erste Station als Cheftrainer, später folgten unter anderem Tottenham, Chelsea und PSG.
Espanyol-Statement: Klub würdigt den Ex-Trainer
Ausdrücklich würdigte der Klub in seiner Mitteilung die Arbeit des Trainers. „Aufgrund von Einsatz, Engagement und Opferbereitschaft gelang es Manolo González, sich als Trainer der ersten Mannschaft zu etablieren“, hieß es laut transfermarkt.de. Ein versöhnlicher Abschied also, trotz der bitteren Umstände.
Die Erfolge auf dem Platz hob Espanyol ebenfalls hervor. „Während seiner beiden vollen Saisons in der höchsten Spielklasse erreichte er die sportlichen Ziele und schaffte es, die Mannschaft in der Elite des spanischen Fußballs zu halten“, schrieb der Verein. Zudem habe er Arbeitsfähigkeit und Engagement in einem der anspruchsvollsten Wettbewerbe bewiesen.
LaLiga: Espanyol droht der Abstiegskampf
Genau dieser Klassenerhalt ist in der laufenden Saison allerdings ernsthaft in Gefahr. Nur zwei Teams stehen in der Tabelle hinter Espanyol, das nach zehn Spieltagen gerade einmal acht Zähler gesammelt hat. Der Abwärtstrend aus der Liga setzte sich im Pokal nahtlos fort. Ob sich das schnell ändern lässt, muss nun ein Nachfolger zeigen.
Zur Eingewöhnung bleibt kaum Zeit. Schon am Freitag steht das Auswärtsspiel beim FC Villarreal an, der erste Härtetest nach der Trennung von González. Für Espanyol geht es nach dem Pokal-Debakel darum, schnell wieder in die Spur zu finden – sonst droht aus der Krise ein echter Abstiegskampf zu werden.
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Copa del Rey: Tipps & Quoten
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