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Köln vs. Union Berlin – Stimmen: „Ein bisschen Crashkurs 1. FC Köln“

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Fußball heute: Ein Abend mit Befreiungscharakter in Müngersdorf. Der 1. FC Köln setzte sich in der 2. Runde des DFB-Pokals mit 5:0 gegen Union Berlin durch und zog ins Achtelfinale ein. Said El Mala steuerte zwei Treffer und eine Vorlage bei, dazu trafen Linton Maina, Isak Johannesson und Sebastian Sebulonsen. René Wagner, El Mala, Maina, Joel Schmied sowie auf Berliner Seite Mauro Lustrinelli und Rani Khedira äußerten sich nach dem Abpfiff. Hier findest du die Stimmen zum Duell Köln gegen Union.

Köln vs. Union Stimmen – Wagner: „Spiel kann uns viel Mut geben“

Beim Trainer der Gastgeber richtete sich der Blick vor allem auf den zweiten Durchgang.

René Wagner (Cheftrainer 1. FC Köln) auf fc.de: „Wir haben vor allem in der zweiten Halbzeit ein Topspiel gesehen von unserer Mannschaft und haben uns in den entscheidenden Phasen belohnt.“

Was er damit meinte, führte der Coach konkret aus: Gelegenheiten, die zuvor liegengeblieben waren, seien diesmal zu Ende gespielt worden – dazu kamen Ballgewinne, Tempo nach vorn und die Bereitschaft, dagegenzuhalten.

Den Gegensatz zum torlosen Ligaspiel vom Wochenende beschrieb er mit einem Bild aus dem Vereinsalltag: „Es war ein bisschen Crashkurs 1. FC Köln. Wir haben erlebt, was passieren kann, wenn Leute unzufrieden sind. Und was passieren kann, wenn wir den Fußball auf den Platz bringen, den wir wollen.“ Zugleich mahnte er zur Einordnung – weder sei zuvor alles schlecht gewesen noch an diesem Abend alles gut.

Seine eigene Befindlichkeit stellte er dabei hintan und betonte stattdessen die Erleichterung in der Kabine. Mit Blick nach vorn sagte er: „So ein Spiel kann uns viel geben, viel Mut in den Weg und die Prozesse, die wir angestoßen haben.“

Stimmen zum Spiel vom 1. FC Köln – El Mala: „Ich hatte Gänsehaut“

Der auffälligste Spieler des Abends wurde beim Verlassen des Platzes von der Südkurve gefeiert.

Said El Mala (Doppeltorschütze 1. FC Köln) auf fc.de: „Ich hatte Gänsehaut.“

Wichtiger als die eigene Ausbeute war dem Offensivspieler nach eigener Aussage das Ergebnis – und die Art, wie es zustande kam. Seine Mannschaft habe sich in jeden Zweikampf geworfen und den Willen gezeigt, nachzulegen.

Den Zusammenhang zum Unmut der vergangenen Tage stellte er selbst her: „Wir haben uns ein bisschen den Frust weggeschossen. Das fühlt sich einfach geil an, hier zu Hause 5:0 gewonnen zu haben.“

Ein wiederkehrendes Problem sah er an diesem Abend behoben: Statt nach einer ordentlichen ersten Hälfte nachzulassen, sei seine Elf direkt nach dem Seitenwechsel wieder da gewesen und habe konsequent weiter auf Treffer gespielt. Vorbereitet worden sei das mit drei intensiven Trainingstagen und viel Videoarbeit.

Linton Maina (Torschütze zum 2:0) auf geissblog.de: „Ich glaube, dass wir uns das verdient haben.“

Der Angreifer verwies darauf, dass seiner Mannschaft zuletzt weniger das Spiel als der Abschluss gefehlt habe. Diesmal sei beides zusammengekommen – griffig im Zweikampf, wach bei den Abprallern und endlich effektiv vor dem Tor.

Joel Schmied (1. FC Köln) auf geissblog.de: „Das war gut für die Seele und auch für den Kopf.“

Der Verteidiger ordnete den Abend als wichtige Wegmarke ein, ohne ihn zu überhöhen. Nach dem zweiten Treffer habe seine Elf phasenweise den Zugriff verloren und sich einfache Ballverluste geleistet – bei einem konsequenteren Gegner hätte das eng werden können. Umso zufriedener zeigte er sich mit der Ausbeute: Gefühlt sei nahezu jeder Abschluss im Tor gelandet.

Stimmen zum Spiel von Union Berlin – Khedira: „Eine Nicht-Leistung“

Auf der Gegenseite fielen die Worte ungewöhnlich deutlich aus.

Rani Khedira (Kapitän Union Berlin) laut Berliner Zeitung: „Es war von uns eine Nicht-Leistung und wir müssen uns bei allen Fans entschuldigen, die hier mitgereist sind.“

Den Bruch verortete der Spielführer nach der Pause. Dass seiner Mannschaft so etwas in dieser Saison nicht zum ersten Mal passiert sei, räumte er ein – an der Haltung der Gruppe ließ er trotzdem keinen Zweifel: Den Charakter werde er seinem Team nie absprechen.

Mauro Lustrinelli (Cheftrainer Union Berlin) auf der Pressekonferenz: „Herzliche Gratulation zu einem absolut verdienten Sieg, René.“

Die erste halbe Stunde bewertete der Trainer positiv: Seine Elf sei in den Duellen präsent gewesen, habe die Abpraller erobert und Situationen nach vorn kreiert. Dann kippte das Bild – die Staffelung ging verloren, im Aufbau häuften sich die Fehler.

Nach dem zweiten Gegentreffer sah er seine Mannschaft endgültig den Zugriff verlieren. Bemerkenswert fand er dabei einen Umstand, den er gegenüber der Berliner Zeitung anfügte: Man sei sogar häufiger im gegnerischen Strafraum gewesen als Köln. Entscheidend sei etwas anderes gewesen: „Köln hatte die nötige Qualität, im letzten Drittel zu klaren Abschlüssen zu kommen. Wir haben diese Qualität nicht gefunden.“

Köln vs. Union: Die Tore und Besonderheiten

Tore:

  • 1:0, 3:0 Said El Mala (32., 60.)
  • 2:0 Linton Maina (52.)
  • 4:0 Isak Johannesson (79.)
  • 5:0 Sebastian Sebulonsen (88.)

Besonderheiten:

  • El Mala kam auf zwei Treffer und eine Vorlage, Maina auf ein Tor und eine Vorlage
  • Die Entscheidung fiel binnen acht Minuten nach dem Seitenwechsel
  • Johannesson und Sebulonsen trafen jeweils nach ihrer Einwechslung
  • Bei Union gab Gray sein Startelfdebüt, im Tor begann Raab anstelle von Rönnow
  • Beide Mannschaften treffen schon am Sonntag erneut aufeinander, dann in der Bundesliga an der Alten Försterei

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