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Gladbach vs. Karlsruhe – Stimmen: „Über 50 Minuten zu leiden“

Gladbach-Fans

Fußball heute: Ein Abend mit Signalwirkung am Niederrhein. Borussia Mönchengladbach setzte sich in der 2. Runde des DFB-Pokals mit 2:0 gegen den Karlsruher SC durch – und das rund 50 Minuten lang in Unterzahl, nachdem Sander kurz vor der Pause die Rote Karte gesehen hatte. Robin Hack (7.) und der eingewechselte Lukas Ullrich (49.) trafen. Alexander Blessin, Daniel Batz, Maximilian Senft, Marcel Franke und weitere Beteiligte äußerten sich nach dem Abpfiff. Hier findest du die Stimmen zum Duell Gladbach gegen Karlsruhe.

Gladbach vs. Karlsruhe Stimmen – Blessin: „Wahnsinnig stolz“

Beim Trainer der Gastgeber überwog die Anerkennung für den Umgang mit der Unterzahl.

Alexander Blessin (Cheftrainer Borussia Mönchengladbach) im Sportschau-Gespräch: „So eine Rote Karte kann einen Spielverlauf auch ändern. Dann geht es mehr oder weniger darum, über 50 Minuten zu leiden. Wir haben aber wenig bis gar nichts zugelassen.“

Wie seine Elf den Abend aufzog, erläuterte er auf borussia.de: Nach dem frühen Führungstreffer habe man die Partie zunächst kontrolliert, im Zentrum allerdings zu große Abstände gelassen – woraus letztlich auch der Platzverweis entstand. Zur Pause stellte er auf ein 5-3-1 um.

Den Schlüssel sah er in einem Moment direkt nach dem Seitenwechsel: „Entscheidend war, dass wir direkt nach der Pause mit einem gut ausgespielten Konter das 2:0 erzielt haben. Davon hat sich Karlsruhe nicht mehr richtig erholt.“

Beim Torhüter, der erstmals in dieser Saison von Beginn an im Tor stand, klang das ähnlich.

Daniel Batz (Torhüter Borussia Mönchengladbach) auf borussia.de: „Es war ein schweres Spiel gegen einen unangenehmen Gegner. Die Rote Karte hat die Aufgabe für uns natürlich noch schwieriger gemacht.“

Was danach folgte, beschrieb er als Gemeinschaftsleistung: eng gestaffelt, mit vielen Laufwegen und kaum Zugeständnissen nach hinten. Zur Einordnung des zweiten Erfolgs nacheinander fügte er an: „Jetzt gilt es, demütig zu bleiben und weiterzumachen.“

Robin Hack (Torschütze zum 1:0) auf borussia.de: „Ich bin sehr zufrieden, das war eine Top-Teamleistung.“

Der Angreifer verwies auf den gelungenen Start, bei dem sich seine Mannschaft sauber aus dem gegnerischen Anlaufen löste. Nach dem Platzverweis habe sich das Team auf eine andere Rolle eingestellt – abwarten und den passenden Augenblick abpassen. Dass es den gab, rechnete er dem Joker an. Bemerkenswert fand er die Bilanz nach vorn: An eine klare Gelegenheit des Gegners könne er sich nicht erinnern.

Stimmen zum Spiel vom Karlsruher SC – Senft: „Sehr enttäuschend“

Auf der Gegenseite fiel die Bewertung deutlich aus – und zwar vor allem mit Blick auf die eigene Herangehensweise in Überzahl.

Maximilian Senft (Cheftrainer Karlsruher SC) am Sportschau-Mikrofon: „Wir haben fahrlässig zu früh den Gegner eingeladen, dass er das 2:0 macht.“

Auf der Vereinsseite führte er aus, woran es anschließend scheiterte: Seine Mannschaft habe genug Zeit gehabt, den Gegner laufen zu lassen, es aber nicht geschafft, das Spiel schnell genug zu verlagern und über die Halbräume in den Strafraum vorzustoßen. Standards habe es reichlich gegeben, zwingend sei daraus kaum etwas entstanden.

Sein Fazit verband er mit einer Geste in Richtung der Anhänger: „Wir sind heute maximal enttäuscht und müssen uns bei den Fans entschuldigen.“

Ähnlich selbstkritisch äußerte sich ein Routinier der Badener.

Marcel Franke (Karlsruher SC) auf ksc.de: „Wir haben zu langsam gespielt und uns zu wenig erarbeitet. Gladbach wurde von uns heute nicht wirklich auf die Probe gestellt.“

Den Plan für die zweite Hälfte beschrieb er als geduldiges Aufbauen mit viel Ballbesitz – genau dieser Plan zerfiel mit dem frühen Gegentreffer nach dem Wiederanpfiff. Nach vorn richtete er den Blick auf das Ligaspiel am Samstag: „Jetzt gilt es, die Köpfe hochzubekommen und sich da rauszukämpfen.“

Tim Civeja (Karlsruher SC) auf ksc.de: „Das 2:0 kurz nach der Pause war in gewisser Weise ein Genickbruch, da wir uns viel vorgenommen hatten.“

Den Klassenunterschied wollte der Mittelfeldspieler ausdrücklich nicht als Erklärung gelten lassen. Stattdessen forderte er mehr Zielstrebigkeit und die Bereitschaft, im letzten Drittel höheres Risiko zu gehen.

Noel Eichinger (Karlsruher SC) auf ksc.de: „Wir haben alles auf dem Platz gelassen, das war heute aber zu wenig. Wir hatten kaum klare Torchancen.“

Auch er verwies auf die Aufgabe am Wochenende, die er als besonders bedeutsam einstufte – dort erwarte er von seiner Mannschaft eine Antwort.

Gladbach vs. Karlsruhe: Die Tore und Besonderheiten

Tore:

  • 1:0 Robin Hack (7.)
  • 2:0 Lukas Ullrich (49.)

Besonderheiten:

  • Rote Karte gegen Sander wegen einer Notbremse (39.), nach Eingriff des Videoschiedsrichters
  • Gladbach spielte rund 50 Minuten in Unterzahl und traf dennoch ein zweites Mal
  • Beide Treffer fielen jeweils mit dem ersten Torschuss der Halbzeit
  • Blessin stellte zur Pause auf ein 5-3-1 um
  • Batz vertrat den angeschlagenen Stammtorhüter Nicolas
  • Itakura gab nach einem Muskelfaserriss sein Comeback

Am Samstag kehren beide Mannschaften in den Ligaalltag zurück: Gladbach empfängt um 15.30 Uhr den SC Paderborn, Karlsruhe trifft um 20.30 Uhr auf den 1. FC Heidenheim.

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