DFB-Pokal-News beim Fußball heute: Das Volksparkstadion war bereit dafür, den heimischen Hamburger SV nach vorne zu peitschen. Mit vereinter Kraft gegen Eintracht Frankfurt ins Achtelfinale – so lautete das Motto beim HSV am frühen Dienstag Abend. Wir erinnern uns: Beide Vereine gingen mit einer 0:1-Niederlage in dieses Pokalspiel der zweiten Runde. Während Eintracht Frankfurt im Tipico-Topspiel mit 0:1 bei Borussia Dortmund unterliegen war, kassierte auch der Hamburger SV ein 0:1 in Ostwestfalen beim SC Paderborn.
HSV nähert sich dem Frankfurter Kasten erstmals gefährlich
Besser verkraftet haben die Pleite offenbar die Gäste, die sich in den Anfangsminuten ein ganz leichtes Übergewicht erarbeiteten. Bis eine HSV-Ecke von Grönbaek zum ersten Mal für leichte Gefahr sorgt. Doch der Kopfball von Shafiq Nandja verfehlte den Kasten sehr deutlich (6.). Für die Rothosen war dies gleichzeitig das Signal, jetzt mehr und mehr das Kommando zu übernehmen.
Das Pokalspiel zwischen Hamburg und Frankfurt blieb insgesamt allerdings eine zähe Angelegenheit. Eine, in der die Hausherren zumindest etwas Engagement an den Tag legten. Die beste Gelegenheit der Partie vergab in der 29. Minute Sambi Lokonga. Der HSV-Spieler eroberte zunächst das Leder im Mittelfeld, marschierte dann entschlossen in Richtung Eintracht-Kasten. Sein Pass erreichte schließlich Grönbaek, der aber frei an SGE-Torwart Noah Atubolu scheiterte.
Diese Szene rüttelte offenbar Eintracht Frankfurt wach. Im Gegenzug packte Bornauw beim HSV die Grätsche aus, um den Schuss von Jonathan Burkardt zu blocken (30.). Kurz darauf verzog Elias Baum für die Gäste vom Main (32.). Ohne Tore ging es also in die Schlussphase der ersten Hälfte. In dieser war der Hamburger SV wieder dem 1:0 gegen Eintracht Frankfurt näher. El Ouahdi allerdings verlor die Übersicht und ließ bei einem Konter in Überzahl eine weitere gute Gelegenheit fahrlässig liegen. Danach scheiterte Bornauw mit seinem Kopfball aus fünf Metern kläglich. Er setzte das Leder übers Tor (42.).
Frankfurts Führung direkt nach der Pause
Jener Bornauw musste dann verletzt in der Kabine bleiben. Der nächste bittere Rückschlag für die Rothosen. Und das war dann wohl personell betrachtet einer zu viel. Denn praktisch aus dem Nichts erzielte Eintracht Frankfurt die 1:0-Führung. Der aufgerückte Kapitän Robin Koch war nach einer Ecke und dem Zuspiel von Jonathan Burkardt zur Stelle (56.). Und die Begegnung sollte für den HSV auch anschließend einen maximal unglücklichen Verlauf nehmen.
Denn erst vergab Moffi für die Rothosen die Riesenchance auf den 1:1-Ausgleich (63.), als er völlig frei seinen Kopfball neben das Gehäuse setzte. Auf der anderen Seite wiederum bewies Jonathan Burkardt Torjägerqualitäten. Er markierte eiskalt das 2:0 für Eintracht Frankfurt, weil Nandja eine Flanke von Mario Götze völlig falsch eingeschätzt hatte (71.). Als nur vier Minuten später Younes Ebnoutalib auf 3:0 schraubte (75.), war dieses Pokalspiel im Volksparkstadion zu Gunsten von Eintracht Frankfurt entschieden. Da nützte auch der Anschlusstreffer von Terem Moffi wenig (79.).