Seit dem Wochenende fliegen in der Wiener Stadthalle wieder die Filzkugeln, und am heutigen Montag (26. Oktober) öffnet das ATP Wien sein Hauptfeld. Bis zum Endspiel am 1. November geht es bei den Erste Bank Open auf Hartplatz unter dem Hallendach um den Titel eines ATP-500-Turniers. Ein Name fehlt allerdings. Titelverteidiger Jannik Sinner musste wegen einer Knieverletzung passen – und mit ihm verzichtet das Turnier auf jenen Mann, der zwei der vergangenen drei Auflagen für sich entschieden hat.
Alexander Zverev führt die Setzliste an, und für den Hamburger steht in Österreich weit mehr auf dem Spiel als ein Pokal. Zieht er ins Viertelfinale ein, übernimmt er am 2. November die Spitze der Weltrangliste – als erster Deutscher seit Boris Becker 1991. Hinter ihm lauert Carlos Alcaraz, der per Wildcard nach Wien kommt. Welche Partien an den einzelnen Tagen anstehen, findest du jederzeit bei Tennis heute. Hier erfährst du alles zu Terminen und Zeitplan, Modus, Teilnehmern, Favoriten, Preisgeld und TV-Übertragung von ATP Wien 2026.
ATP Wien – Termine: Wie ist der Zeitplan bei den Erste Bank Open?
Neun Tage umfasst das Gastspiel der Tour in der österreichischen Hauptstadt, vom Start der Qualifikation am 24. Oktober bis zum Finalsonntag am 1. November. Gespielt wird in der Stadthalle auf Hartplatz, und weil das Dach Wind und Sonne aussperrt, herrschen für alle Profis identische Bedingungen. Die Ausscheidungsrunden sind bereits Geschichte. Laut Spielplan beginnen die Matches auf dem Centre Court von Montag bis Freitag jeweils um 13:30 Uhr, am Samstag eine Stunde früher und am Sonntag schon um 11:30 Uhr. Das Endspiel liegt damit genau einen Tag vor jenem Montag, an dem das neue Ranking über Zverevs möglichen Sprung auf Rang eins Auskunft gibt.
- Qualifikation: Samstag, 24. Oktober, und Sonntag, 25. Oktober
- 1. Runde: Montag, 26. Oktober, bis Mittwoch, 28. Oktober
- Achtelfinale: Mittwoch, 28. Oktober, und Donnerstag, 29. Oktober
- Viertelfinale: Freitag, 30. Oktober
- Halbfinale: Samstag, 31. Oktober
- Finale: Sonntag, 1. November
Wie ist der Modus bei den Erste Bank Open?
Als ATP-500-Turnier mit 32 Teilnehmern im Hauptbewerb kommt Wien ohne Freilose aus. Selbst Zverev und Alcaraz müssen deshalb gleich in der 1. Runde ran, und wer am Ende die Trophäe in Händen halten will, braucht fünf Siege in Serie. Jede Partie läuft über zwei Gewinnsätze. Parallel dazu spielen 16 Doppel-Teams um ihren eigenen Titel, der ebenfalls am Schlusstag vergeben wird.
ATP Wien – Teilnehmer: Welche Spieler schlagen bei den Erste Bank Open auf?
Wer die Auslosung studiert, stößt bereits zum Auftakt auf Paarungen, die anderswo ein Halbfinale schmücken würden. Insgesamt stehen 32 Namen im Einzel-Tableau, und von den Spitzenkräften der Tour vermisst man neben Sinner lediglich den verletzten Félix Auger-Aliassime sowie Shanghai-Sieger Alejandro Davidovich Fokina. Die Konsequenz bekommt etwa Tommy Paul zu spüren. Der an Position sieben gesetzte US-Amerikaner und Weltranglisten-14. startet gegen Andrey Rublev (Platz 22), während Frances Tiafoe gegen Lorenzo Musetti antritt, der das Jahr noch als Nummer fünf der Welt begonnen hatte. „Dieses Mal ist es extrem“, sagte Turnierdirektor Herwig Straka laut sport.de – vier Erstrunden-Begegnungen mit aktuellen oder früheren Top-10-Profis seien „unglaublich“.
Aus österreichischer Sicht ruhen die Blicke auf zwei Lokalmatadoren. Der 27-jährige Wiener Jurij Rodionov erhielt die einzige heimische Wildcard für das Hauptfeld – als Belohnung für zwei Einzelsiege im Davis-Cup-Duell gegen Belgien – und trifft zum Start auf Nikoloz Basilashvili. Lukas Neumayer kämpfte sich durch die Qualifikation. Als Lohn wartet Jakub Menšík, der als Achter gesetzt ist und damit der einzige gesetzte Gegner eines Österreichers in der 1. Runde. Einen Freifahrtschein des Veranstalters erhielt auch Grigor Dimitrov: Der 35-jährige Bulgare, einst Vierter der Welt und inzwischen auf Rang 123 zurückgefallen, fordert in seinem ersten Match Flavio Cobolli heraus.
| Spieler | Nation | Setzplatz | Gegner in der 1. Runde |
|---|---|---|---|
| Alexander Zverev | Deutschland | Setzplatz 1 | Martín Landaluce |
| Carlos Alcaraz | Spanien | Setzplatz 2 (Wildcard) | Karen Khachanov |
| Daniil Medvedev | Russland | Setzplatz 3 | Daniel Mérida |
| Flavio Cobolli | Italien | Setzplatz 4 | Grigor Dimitrov |
| Alex de Minaur | Australien | Setzplatz 5 | Tomáš Macháč |
| Frances Tiafoe | USA | Setzplatz 6 | Lorenzo Musetti |
| Tommy Paul | USA | Setzplatz 7 | Andrey Rublev |
| Jakub Menšík | Tschechien | Setzplatz 8 | Lukas Neumayer |
| Matteo Arnaldi | Italien | – | Luciano Darderi |
| Nikoloz Basilashvili | Georgien | – | Jurij Rodionov |
| Matteo Berrettini | Italien | – | Tomás Martín Etcheverry |
| Ignacio Buse | Peru | – | Adrian Mannarino |
| Francisco Cerúndolo | Argentinien | – | Cameron Norrie |
| Luciano Darderi | Italien | – | Matteo Arnaldi |
| Grigor Dimitrov | Bulgarien | Wildcard | Flavio Cobolli |
| Tomás Martín Etcheverry | Argentinien | – | Matteo Berrettini |
| Jacob Fearnley | Großbritannien | – | Arthur Fery |
| Arthur Fery | Großbritannien | – | Jacob Fearnley |
| Tallon Griekspoor | Niederlande | – | Brandon Nakashima |
| Karen Khachanov | Russland | – | Carlos Alcaraz |
| Martín Landaluce | Spanien | Wildcard | Alexander Zverev |
| Tomáš Macháč | Tschechien | – | Alex de Minaur |
| Adrian Mannarino | Frankreich | – | Ignacio Buse |
| Daniel Mérida | Spanien | – | Daniil Medvedev |
| Lorenzo Musetti | Italien | – | Frances Tiafoe |
| Brandon Nakashima | USA | – | Tallon Griekspoor |
| Lukas Neumayer | Österreich | Qualifikant | Jakub Menšík |
| Cameron Norrie | Großbritannien | – | Francisco Cerúndolo |
| Jurij Rodionov | Österreich | Wildcard | Nikoloz Basilashvili |
| Andrey Rublev | Russland | – | Tommy Paul |
| Learner Tien | USA | – | Luca Van Assche |
| Luca Van Assche | Frankreich | – | Learner Tien |
Favoriten beim ATP Wien: Wer gewinnt die Erste Bank Open?
Carlos Alcaraz führt die Tipico-Quoten auf den Turniersieg mit 3,00* an, dahinter folgen Zverev mit 4,30* und Daniil Medvedev mit 7,50*, während Alex de Minaur und Tommy Paul jeweils bei 12,00* notiert sind (*Quotenänderungen vorbehalten). Der Spanier, aktuell die Nummer drei der Welt, schlägt erstmals seit 2021 wieder in Wien auf. Leicht wird das Comeback nicht. Am Dienstag (27. Oktober) wartet auf dem Centre Court Karen Khachanov – ein Weltranglisten-24., der im Spätsommer beim Major in New York bis in die Vorschlussrunde vordrang.
Für Zverev sprechen die Resultate der vergangenen Wochen, schließlich folgte auf seinen Titel bei den US Open im September der Halbfinal-Einzug in Shanghai. Auch die Wiener Bilanz kann sich sehen lassen: 2021 holte er hier den Pokal, im Vorjahr unterlag er erst im Endspiel Sinner. Medvedev, Champion von 2022, beginnt gegen Daniel Mérida. Dass Straka laut Flashscore bereits von einem Finale Zverev gegen Alcaraz träumt, passt ins Bild, denn die beiden Topgesetzten stehen in unterschiedlichen Hälften des Tableaus. Geht sein Wunsch am 1. November in Erfüllung?
Deutsche Spieler beim ATP Wien
Einzig Zverev vertritt Deutschland im Einzel, und als Topgesetzter ist der 29-Jährige zugleich die prägende Figur des gesamten Turniers. Im Live-Ranking liegt er nur noch 100 Zähler hinter Sinner, der nach dem Abzug seiner Pariser Masters-Punkte aus dem Vorjahr mit 9450 Punkten vorn steht. Exakt diese Differenz brächte ihm der Einzug in die Runde der letzten acht ein. Bei Gleichstand läge der Deutsche vorn, weil er bei Majors und Masters-Turnieren mehr gesammelt hat. Zum Auftakt bekommt es Zverev mit Martín Landaluce zu tun, einem Spanier, der als Nummer 67 der Welt per Wildcard ins Feld kam und in dieser Saison zweimal ein Masters-Viertelfinale erreichte.
Im Achtelfinale träfe der Hamburger auf den Sieger der Partie zwischen Brandon Nakashima und Tallon Griekspoor. Der Niederländer sicherte sich zuletzt den Titel in Brüssel, der US-Amerikaner stand 2026 im Endspiel von Montreal – beide reisen also mit Rückenwind an. Die direkten Vergleiche sprechen deutlich für Zverev. Gegen Nakashima gewann er alle sechs Duelle, gegen Griekspoor stehen neun Siege drei Niederlagen gegenüber, die jüngste davon in Kanada. Zudem greift er im Doppel an der Seite von Marcelo Melo ins Geschehen ein, wo gleich die an Position vier gesetzten Simone Bolelli und Andrea Vavassori auf das Duo lauern.
- Einzel: Alexander Zverev (1) – Martín Landaluce (Wildcard)
- Doppel: Alexander Zverev/Marcelo Melo – Simone Bolelli/Andrea Vavassori (4)
ATP Wien: Preisgelder 2026
Satte 2.797.985 Euro schütten die Veranstalter in diesem Jahr aus – rund 61.000 Euro mehr als im Vorjahr und damit ein neuer Rekord für das Turnier. Den größten Batzen sichert sich der Champion. Mit 523.305 Euro streicht er knapp ein Fünftel der gesamten Summe ein, dazu kommen 500 Punkte für die Weltrangliste. Wer dagegen schon in der 1. Runde scheitert, reist mit 21.820 Euro, aber ohne einen einzigen Ranglistenzähler ab.
- Turniersieger: 523.305 Euro, 500 Punkte
- Finalist: 281.540 Euro, 330 Punkte
- Halbfinale: 150.040 Euro, 200 Punkte
- Viertelfinale: 76.655 Euro, 100 Punkte
- Achtelfinale: 40.920 Euro, 50 Punkte
- 1. Runde: 21.820 Euro, keine Punkte
ATP Wien: Übertragung live im TV & Stream
Wer die Erste Bank Open in Deutschland verfolgen möchte, kommt an Sky nicht vorbei. Der Pay-TV-Sender zeigt das Turnier täglich live auf Sky Sport Tennis, im Stream laufen die Matches über Sky Go sowie beim Streamingdienst WOW. Für Tennis heute live aus Wien steht außerdem Tennis TV bereit. Die Plattform der ATP ist in Deutschland verfügbar und zeigt jede einzelne Partie, sodass die Tennis-Übertragung auch abseits des Centre Courts keine Lücken lässt. Vom ersten Aufschlag am Montag bis zum letzten Ballwechsel am 1. November bleibt dir damit nichts aus der Stadthalle verborgen.
Hinsichtlich der Sportwetten Tipps findest du Tennis Tipps sowie passende ATP Wetten und WTA Wetten bei Tipico. Weitere (Spieler / Event) News gibt es bei unseren Sport News, unseren Content mit Sportwetten-Bezug liefern wir dir bei den Sportwetten News.
