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Werder Bremen: Thioune fordert öffentlich mehr von diesem Stürmer

Werder-Bremen-Fans

Fußball heute: Sechs Tore in sechs Spielen hat Niclas Füllkrug (33) für Werder Bremen bereits erzielt – für Cedric Itten (29) bleibt da kaum Platz. Trainer Daniel Thioune (52) hat die Rangordnung im Angriff nun klar benannt und fordert vom Schweizer erstmals öffentlich mehr. Das berichten blick.ch, kicker.at und deichstube.de.

Werder Bremen: Thioune legt die Sturm-Hierarchie fest

Unmissverständlich formulierte es Thioune laut blick.ch: „Niclas ist der Grund, warum er nicht so viel spielt, wie er es sich vorstellt. Das System ist jetzt gerade fix. An Niclas führt aktuell kein Weg vorbei.“ Solange der Rückkehrer trifft, bleibt für den Neuzugang vorerst nur die Rolle des Ergänzungsspielers.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Füllkrug fit bleibt. Man hoffe, dass er nicht müde werde und sein Körper alles wegstecke, erklärte Thioune gegenüber deichstube.de. Für Itten formulierte er eine klare Botschaft: „Dann führt gerade kein Weg an ihm vorbei. Das muss Cedric so akzeptieren.“ Die Fronten sind damit geklärt.

Cedric Itten: Thioune vermisst „Präsenz in der Box“

Erstmals verlangte der Werder-Coach zudem öffentlich mehr von seinem Angreifer. „In den Augenblicken, in denen er Platzzeit bekommt, muss er sich auch zeigen. Er ist ein Stürmer und es wäre deutlich besser gewesen, wenn er ein Tor erzielt oder zumindest ein paar Abschlüsse gehabt hätte“, kritisierte Thioune. Für einen Joker sind solche Worte durchaus ein Warnsignal.

Die Zahlen untermauern die Kritik. Laut kicker.at kam Itten in vier Bundesliga-Spielen auf gerade einmal 81 Minuten, in der Startelf stand er noch nie. Nach zwei Partien ohne Einsatz durfte er gegen Paderborn 27 Minuten mitwirken – ein eigener Treffer oder eine Vorlage gelang ihm in dieser Saison noch nicht.

Werder-Coach Thioune: Verständnis für die schwierige Lage

Gleichzeitig zeigt der Trainer Verständnis für die Lage seines Stürmers. „Es ist natürlich schwierig, wenn man keinen Rhythmus hat. In Düsseldorf hatte er den. Dort stand er Woche für Woche 90 Minuten auf dem Platz“, sagte Thioune. Mit der Einstellung des 29-Jährigen im Training und in der Gruppe ist er ausdrücklich zufrieden.

Im Sommer war der WM-Teilnehmer ablösefrei von Fortuna Düsseldorf gekommen, die aus der 2. Bundesliga abgestiegen war. Dort hatte er in der vergangenen Saison 15 Tore erzielt und sich damit für den Wechsel nach Bremen empfohlen. Nun muss er sich erst an seine neue Situation gewöhnen.

Niclas Füllkrug: Rückkehrer trifft und trifft

Dass Füllkrug ihm den Rang abläuft, war so kaum absehbar. Als Werder den Ex-Spieler per Leihe zurückholte, war die Skepsis groß: 2023 war er nach Dortmund gewechselt, bei West Ham United tat er sich schwer, die Leihe zum AC Mailand brachte wenig Erfolg. Nun traf er in den letzten fünf Bundesliga-Spielen in Serie, gegen Paderborn sogar doppelt.

Werder profitiert davon enorm: Seit fünf Pflichtspielen ist das Team ungeschlagen, nach sechs Spieltagen stehen neun Punkte zu Buche. Die letzte Niederlage gab es Ende August gegen Freiburg. Am Samstag in Mainz bietet sich für Itten die nächste Gelegenheit – womöglich als Partner an der Seite von Füllkrug statt als dessen Konkurrent.

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