NFL heute: Die Krise der Dallas Cowboys spitzt sich zu. Im Sunday Night Game unterlag das Team von Head Coach Brian Schottenheimer bei den Green Bay Packers mit 13:23 und steht nach sechs Spielen nur bei einer Bilanz von 2:4. Quarterback Dak Prescott leistete sich zwei Interceptions. Das berichten bild.de und sport1.de.
Dallas Cowboys: Offense lässt bei Pleite in Green Bay aus
Besonders bitter ist, dass die zuletzt heftig kritisierte Defense endlich Lebenszeichen zeigte, die mit Stars gespickte Offense die Mannschaft dafür im Stich ließ. Vor dem Spiel hatten die Spieler laut bild.de ein internes Meeting abgehalten, zudem holte Dallas den erfahrenen Defensiv-Assistenten Mike Pettine dazu. Ausgerechnet jetzt versagte der Angriff.
Zur Pause lagen die Cowboys mit 0:17 zurück. Erstmals seit November 2021 blieben sie in einer ersten Halbzeit ohne Punkte. Der Absturz kommt überraschend: Zwischen dem zweiten und vierten Spieltag erzielte Dallas im Schnitt noch rund 34 Punkte, in den vergangenen beiden Partien waren es weniger als 17.
Green Bay Packers: Love führt Packers zum dritten Sieg in Folge
Green Bay nutzte die Schwächen eiskalt. Vor dem Spiel hatten die Packers mit 27,6 Prozent die schlechteste Third-Down-Quote der NFL, in der ersten Halbzeit verwandelten sie dann neun ihrer ersten zehn Versuche. Vier davon gelangen beim 90-Yard-Auftaktdrive, den Jordan Love mit einem Neun-Yard-Touchdown-Pass auf Matthew Golden zum 7:0 abschloss.
Kurz vor der Pause lief Love selbst aus einem Yard zum 17:0 in die Endzone. Am Ende standen für den Quarterback 276 Passing Yards sowie zwei Touchdowns zu Buche – einer per Pass, einer per Lauf. Die Packers feierten damit den dritten Sieg in Folge und verbesserten ihre Bilanz auf 4:2.
Dak Prescott: Zwei Interceptions und ein harter Treffer
Prescott dagegen erwischte einen gebrauchten Abend. Zunächst fing Evan Williams einen für CeeDee Lamb bestimmten Pass ab, später rutschte Lamb in seiner Route weg – Rookie Brandon Cisse sicherte sich seine erste NFL-Interception. Beide Ballverluste passierten in aussichtsreicher Feldposition und kosteten Dallas wertvolle Punkte.
Vor einer der Interceptions hatte Prescott einen harten Treffer an den Rippen kassiert und war kurz liegen geblieben. Laut Schottenheimer war zunächst kein Röntgenbild nötig. „Ich wollte nicht aus dem Spiel gehen“, sagte Prescott laut sport1.de. Ob der Treffer zum Ballverlust beitrug? „Ich bin kein Typ, der Ausreden sucht.“
Cowboys-Quarterback Prescott: „Es ist einfach frustrierend“
Die Frustration war dem Quarterback deutlich anzumerken. „Es ist einfach frustrierend, nicht in Schwung zu kommen“, erklärte er. „Getackelt zu werden und schnell unter Druck zu geraten, gehört zum Spiel dazu. Aber dass wir unsere Gegenmaßnahmen nicht umsetzen und das Spiel mit nur 13 Punkten beenden, ja, das ist sehr frustrierend.“
Im Lambeau Field stand Prescott fast durchgehend unter Druck, seine Offensive Line verschaffte ihm kaum Zeit. Immer wieder brachen Verteidiger durch. Am Ende brachte er 34 von 54 Pässen an, im Schnitt kam er auf nur 5,4 Yards pro Versuch. Neben den beiden Interceptions gelang ihm lediglich ein Touchdown-Pass.
NFL: Packers dominieren das Duell mit Dallas
Dieser kam erst in der Schlussphase. Nach der Pause verkürzte Javonte Williams per Touchdown auf 7:17 und brachte Dallas kurz zurück ins Spiel. Die Packers antworteten jedoch mit zwei Field Goals. Den Touchdown-Pass auf Ryan Flournoy warf Prescott erst 44 Sekunden vor dem Ende – für eine Wende war es da längst zu spät.
Historisch passt die Pleite ins Bild. Von den vergangenen 13 Duellen mit Dallas gewannen die Packers elf, dazu kamen eine Niederlage und ein Unentschieden. Für die Cowboys wird die Lage nach zwei Pleiten in Folge dagegen ungemütlich – die Offense muss schnell wieder zu alter Stärke finden.
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