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Formel 1 – McLaren: Teamchef Stella nennt Grund für Piastris Formkrise

Formel-1-Saudi-Arabien

Fußball heute: Bei McLaren rätselt man über die Formschwäche von Oscar Piastri (25). Teamchef Andrea Stella sieht die Ursache im Auto, das nicht zum sauberen Fahrstil des Australiers passe, wie RacingNews365 berichtet. CEO Zak Brown glaubt laut formula1.com dagegen bereits an eine Trendwende. Zuletzt holte Piastri in Singapur immerhin Platz fünf.

McLaren: Stella erklärt Piastris Formtief

Früher zeichnete Piastri aus, dass er schnell und sauber fuhr, sagte Stella laut RacingNews365. Die Daten seien sehr gut gewesen, wiederholbar und flott. Mit dem aktuellen Auto komme all das aber nur selten zusammen, was für die Fahrer viel Arbeit bedeute. Für einen Piloten, der von seiner Präzision lebt, ist das ein grundlegendes Problem.

Stella spricht deshalb von einer technischen Frage. Piastri habe verstehen müssen, wie er das Auto zu bestimmten Dingen zwingen kann, und sich davon lösen müssen, dass schnelles Fahren automatisch sauberes Fahren bedeutet. Instinktiv könne er im MCL40 nicht immer fahren. Hintergrund ist das neue Reglement mit einem deutlich instabileren Heck als noch 2025.

Oscar Piastri: Großer Rückstand auf Lando Norris

Die Zahlen unterstreichen das Problem. Piastri stand in dieser Saison erst zweimal bei einem Grand Prix auf dem Podium, zuletzt als Dritter in Miami vor 14 Rennen. In der WM liegt er mit 138 Punkten deutlich hinter Teamkollege Lando Norris (201). Der hat zwei Grands Prix gewonnen und Piastri in elf von 17 Qualifyings geschlagen.

Dabei war der Australier in der Vorsaison noch einer der großen Titelkandidaten. Er gewann sieben Rennen und führte die WM 15 Grands Prix lang an, ehe ihn ein Formtief am Saisonende hinter Norris und Max Verstappen auf Rang drei zurückwarf. Laut Stella verlangt das aktuelle Auto deutlich mehr Intensität am Steuer als im Vorjahr.

McLaren-Update: Kein Allheilmittel für Piastri

Ein Upgrade-Paket zum Saisonende werde daran ebenfalls nichts ändern, glaubt der Teamchef. Es brauche etwas Grundlegenderes, als nur zusätzlichen Abtrieb ans Auto zu bringen. Diese tiefergehenden Änderungen gehe McLaren längerfristig an, konkret mit dem MCL41 für 2027. Für die laufende Saison bleibt Piastri also auf seine Anpassungsfähigkeit angewiesen.

Daran arbeitet der 25-Jährige bereits. Vor dem Rennen in Baku erklärte er, dass vieles, was früher für ihn funktioniert habe, in diesem Jahr nicht mehr greife. Er mache Fortschritte, eine Richtung, die immer passt, gebe es aber nicht. Man müsse sich ständig anpassen und Dinge verändern, betonte Piastri laut formula1.com.

Zak Brown: Piastri ist auf dem Weg zurück

Optimistischer klingt CEO Brown. Auf die Frage, ob Piastri zu alter Stärke zurückfinde, antwortete er bei der Pressekonferenz in Singapur mit einem klaren Ja. Sein Fahrer fühle sich sicherer und habe die Dinge besser im Griff. Mit beiden Piloten sei er derzeit zufrieden, betonte der McLaren-Boss.

Die neuen Autos hätten das Kräfteverhältnis zwischen Teamkollegen im ganzen Feld durcheinandergewirbelt, erklärte Brown. Als Beispiel nannte er Lewis Hamilton, der derzeit mehr aus dem Ferrari herausholt. Manche hätten sich schneller angepasst als andere, doch was er von Piastri sehe, gefalle ihm. Ziel bleibe, an jedem Wochenende um den Sieg zu fahren.

Formel 1: Durchwachsene Wochenenden in Sepang und Singapur

Zuletzt lief es für Piastri dennoch nicht rund. In Sepang wurde er Sechster, nachdem er bei Nässe auf Medium-Reifen gestartet war und früh an die Box musste. Im Singapur-Sprint schied er nach einer Kollision mit Norris in der letzten Runde aus. Im Grand Prix kostete ihn ein schleichender Plattfuß einen zusätzlichen Boxenstopp.

Platz fünf rettete er trotzdem, weil er Hamilton in der letzten Runde noch überholte. Mit Verstappen und Charles Leclerc habe man nicht mithalten können, auch Kimi Antonelli sei etwas schneller gewesen, räumte Piastri ein. Bis zum großen Wurf mit dem neuen Auto 2027 bleibt für ihn damit vor allem eines: weiter an seinem Fahrstil feilen.

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