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Schalke-Keeper Karius: „Wer mehr polarisiert, bekommt mehr ab“

Schalke-Fans

Fußball heute: Loris Karius (33) zeigt Verständnis für Fabian Reese. Dass sich der Zweitliga-Profi komplett aus den sozialen Medien zurückgezogen hat, kann der Torhüter des FC Schalke 04 gut nachvollziehen, wie sport.de unter Berufung auf die WAZ berichtet. Sportlich wartet laut onefootball am Samstag ein Wiedersehen mit seinem Ex-Klub Mainz 05.

Loris Karius: Verständnis für Reeses Social-Media-Rückzug

„Grundsätzlich kann jeder selbst entscheiden, ob er ein Profil macht und wie viel er zeigt. Social Media bringt Vorteile mit sich“, sagte Karius der Zeitung. Die Schattenseiten wiegen für ihn aber schwerer. „Das Negative überwiegt aber wahrscheinlich ein bisschen. Jeder Anonyme kann irgendeinen Mist ins Netz stellen.“

Reese hat sein Instagram-Profil deaktiviert, um Anfeindungen zu entgehen. Heftige Kritik hatte er für seinen Wechsel zum VfL Wolfsburg geerntet, rund ein Jahr nachdem er Hertha BSC öffentlich seine Liebe erklärt hatte. Schon Ende August gab er nach einem Spiel beim Karlsruher SC zu, wie sehr ihn die Reaktionen trafen. „Mir tut es sehr weh. Es ist einfach verletzend.“

Schalke-Keeper Karius: 1,9 Millionen Follower und viel Gegenwind

Bei der Hertha war Reese in den sozialen Netzwerken besonders nahbar und verabredete sich über die Plattform sogar spontan mit Fans. Karius weiß ebenfalls, wie schnell öffentliche Aufmerksamkeit kippen kann. Rund 1,9 Millionen Menschen folgen ihm im Netz. Während seiner Zeit beim FC Liverpool stand er unter enormer Beobachtung.

Regelmäßige Einblicke in sein Privatleben und sein extrovertiertes, modebewusstes Auftreten machen ihn zu einem der polarisierendsten Fußballer Deutschlands. „Wer mehr polarisiert, bekommt mehr ab. Das ist die Schattenseite von Social Media“, sagte er laut sport.de. Damit beschreibt Karius aus eigener Erfahrung, was Reese zuletzt erlebt hat.

FC Schalke 04: Karius trifft auf seinen Ex-Klub Mainz

Am Samstag bestreitet Karius gegen Mainz sein 101. Bundesliga-Spiel. Die meisten seiner bisherigen 100 Einsätze absolvierte er zwischen 2012 und 2016 für den Klub. Etwas Besonderes sei das Wiedersehen für ihn aber nicht. „Ab und zu spreche ich mal mit dem dortigen Torwart-Trainer Stephan Kuhnert, ihn kenne ich noch von früher“, verriet er laut onefootball.

Ansonsten habe sich dort viel verändert, im Fußball gehe so etwas eben schnell. Statt auf das Duell mit seinem früheren Arbeitgeber konzentriert sich Karius lieber auf sich selbst, „um jede Woche weiter Top-Leistungen zu bringen“. Ziel sei es, „wieder eine Balance zwischen guter Defensivarbeit und Chancenkreierung zu finden“.

Schalke-Heimbilanz: Zweimal 0:0 in der Arena

Im eigenen Stadion hapert es bislang vor allem im Abschluss. Die vergangenen beiden Heimspiele gegen den FC Bayern München und die SV Elversberg endeten jeweils torlos. Gegen Mainz soll nun nur noch das Tor des Schlussmanns sauber bleiben. „Ich bin guter Dinge, dass der Knoten in der VELTINS-Arena platzt. Dafür arbeiten wir alle hart auf dem Platz.“

Eine bessere Offensive beginnt für Karius bereits in der eigenen Hälfte. „Wir wollen uns als Mannschaft offensiv noch steigern – das fängt aber hinten bereits an und zieht sich dann nach vorne durch“, betonte er. Die eigene Stabilität will Schalke dabei nicht aufgeben. Sie ist bislang das Fundament der Saison.

Schalke 04: Lehren aus dem Freiburg-Spiel

Abgehakt hat die Mannschaft die Partie in Freiburg bereits. „Wir haben das Spiel klar analysiert und geschaut, was wir besser machen können. Die Lehren wollen wir jetzt mitnehmen“, sagte Karius. Die gesamte Trainingswoche am Berger Feld stand im Zeichen der Vorbereitung auf Mainz, auf dem Platz ebenso wie in mehreren Teamsitzungen.

Wichtig bleibt dabei die Arbeit gegen den Ball. „Es hilft immer, wenn du nur ein Tor schießen musst statt drei, um zu gewinnen. Daher ist es sehr wichtig, gut zu stehen und zu verteidigen. Aber auch da ist immer Luft nach oben“, erklärte der Keeper. Gegen Mainz will Schalke beides zusammenbringen und endlich zu Hause jubeln.

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