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Werder-Coach Thioune über Weiser: „Ich will ihn gar nicht bremsen“

Werder-Bremen-Fans

Fußball heute: Mitchell Weiser (32) muss sich bei Werder Bremen weiter gedulden. Auch im Heimspiel gegen Aufsteiger SC Paderborn am Samstag (15:30 Uhr) dürfte der Routinier zunächst auf der Bank sitzen. Trainer Daniel Thioune erklärte die Entscheidung auf der Pressekonferenz, wie bild.de und transfermarkt.de berichten.

Werder Bremen: Weiser bleibt gegen Paderborn zunächst Joker

„Wir dürfen nicht vergessen, dass er uns 14 Monate lang nicht zur Verfügung stand. Jetzt tun ihm die Einsätze über 30 Minuten gut und er findet wieder Anschluss“, sagte der 52-Jährige. Er wisse, dass Weiser ungeduldig sei und in die Startelf wolle. „Ich will ihn gar nicht bremsen“, betonte Thioune zugleich.

Dass der Coach an seiner Startformation festhält, hat einen einfachen Grund: Sie funktioniert. Viermal in Folge schickte Thioune dieselbe Elf auf den Platz, auch gegen Paderborn dürfte sich daran nichts ändern. Für Weiser bedeutet das, dass er im Spiel zum 100. Geburtstag des Weserstadions erneut als Joker gefragt ist.

Mitchell Weiser: Joker-Rolle mit großer Wirkung

In dieser Rolle hat er bereits für Furore gesorgt. Beim 2:2 gegen Borussia Dortmund und beim 3:2 gegen den FC Augsburg trug er als Einwechselspieler großen Anteil an den Aufholjagden. Gegen Augsburg kam er in der 68. Minute beim Stand von 0:2 und erzielte am Ende den Siegtreffer. „Er hat gerade im Augsburg-Spiel einen sensationellen Impact gehabt“, lobte Thioune.

Bemerkenswert ist das vor allem mit Blick auf die lange Leidenszeit. Sein letztes Startelf-Spiel bestritt Weiser laut transfermarkt.de am 17. Mai 2025 in Heidenheim – vor 518 Tagen. Im Juli 2025 riss er sich in der Vorbereitung das Kreuzband. Umso wertvoller sind die Minuten, die er sich nun Schritt für Schritt zurückholt.

Englische Woche: Weiser-Chance gegen Mainz, Dortmund und Hoffenheim

Das Warten dürfte aber bald ein Ende haben. Am 24. Oktober spielt Werder in Mainz, drei Tage später steht das Pokalspiel in Dortmund an, am 31. Oktober kommt Hoffenheim ins Weserstadion. In dieser englischen Woche brauche es Dynamik im Kader, um Spielern aus der zweiten Reihe Praxis zu geben und die Belastung optimal zu steuern, kündigte Thioune an.

Laut bild.de dürfen sich die Fans dann auf einen Startelf-Einsatz von Weiser freuen. Für den Rückkehrer wäre es nach mehr als 17 Monaten das ersehnte Comeback von Beginn an. Bis dahin will er sich mit weiteren Joker-Einsätzen empfehlen – und Thioune die Entscheidung so schwer wie möglich machen.

SVW-Personal: Pieper fit, Lynen vor der Rückkehr

Personell gibt es vor dem Paderborn-Spiel gute Nachrichten. Amos Pieper (28) hat seine Gesäßverletzung aus dem Dortmund-Spiel auskuriert, eine MRT-Untersuchung ergab nichts Schlimmes. „Er hat heute das Training vollumfänglich absolviert. Ich gehe davon aus, dass er direkt wieder ein Startelf-Kandidat ist“, sagte Thioune.

Noch passen muss dagegen Senne Lynen, der mit Beckenproblemen ausfällt – womöglich zum letzten Mal. „Er wird nächste Woche vollumfänglich am Mannschaftstraining teilnehmen. Wenn es da keine Rückfälle gibt, kann er dann schon eine Option zum Mainz-Spiel sein“, erklärte der Coach. Für Werder käme seine Rückkehr pünktlich zur englischen Woche.

Länger dauert es bei Leihspieler Moussa Ndiaye vom RSC Anderlecht, der seit seinem einzigen Kadereinsatz gegen Leipzig mit Leistenproblemen fehlt. „Es ist noch nicht absehbar, wann er teilintegriert wird“, so Thioune. Justin Njinmah könnte zum Auswärtsspiel in Stuttgart am 7. November zurückkehren. Gegen Paderborn setzt Werder zunächst auf Bewährtes.

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