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Borussia Mönchengladbach: Dieser Routinier fällt bei Blessin durch

Gladbach-Fans

Borussia Mönchengladbach News beim Fußball heute: Verletzt war Kevin Stöger (33) nicht – und trotzdem fehlte er im Aufgebot von Borussia Mönchengladbach für das Derby beim 1. FC Köln. Nun hat Trainer Alexander Blessin (53) erklärt, warum er auf den Mittelfeldmann verzichtet hat. Das berichten gladbachlive.de, bmg-news.de und 90min.de unter Berufung auf die Rheinische Post.

Borussia Mönchengladbach: Blessin erklärt den Stöger-Verzicht

„Das sind Kader-Entscheidungen, bei denen man abwägt. Wir haben junge, hungrige Spieler“, sagte der Coach am Mittwoch gegenüber der RP. „Mathieu Nguefack hat mir einfach gefallen. Deshalb habe ich mich für ihn und nicht gegen Kevin Stöger entschieden.“ Für den Österreicher ist die Nicht-Berücksichtigung dennoch ein herber Rückschlag.

Wie gladbachlive.de schreibt, setzte Blessin schon in seinem ersten Spiel ein klares Zeichen: Namen und vergangene Verdienste spielen bei ihm keine Rolle. Und das, obwohl mit Jens Castrop, Enzo Leopold, Nicolas Kühn, Ko Itakura, Franck Honorat und Tim Kleindienst sechs potenzielle Leistungsträger fehlten. Statt Stöger rückten Nguefack und Fritz Fleck nach, der beim 1:2 sogar in der Bundesliga debütierte.

Rheinderby gegen Köln: Stöger-Aus sorgt für Rätselraten

Entsprechend groß war die Überraschung bei den Fans, als rund eine Stunde vor Anpfiff das Aufgebot veröffentlicht wurde und Stögers Name fehlte. Schnell machten Gerüchte die Runde, ob es sich um eine Strafe oder eine rein sportliche Entscheidung handelte. Blessins Worte deuten nun klar auf Letzteres hin – eine Verletzung lag jedenfalls nicht vor.

Die Saison hatte für den 33-Jährigen dabei vielversprechend begonnen. In der ersten Pokalrunde stand er in der Startelf und bereitete einen Treffer vor, auch in zwei der ersten drei Bundesliga-Spiele lief er von Beginn an auf. Laut 90min.de sank sein Stellenwert nach der Entlassung von Eugen Polanski aber sofort, Interimstrainer Jan-Moritz Lichte brachte ihn gegen Mainz erst spät.

Gladbach-Mittelfeld: Neuhaus und Co. ziehen an Stöger vorbei

Im Zentrum wächst die Konkurrenz zudem spürbar. Gegen Köln setzte Blessin auf Philipp Sander und Florian Neuhaus, der zu den Gewinnern des Trainerwechsels zählt und plötzlich wieder wichtig erscheint. Mit Zento Uno kam ein weiteres Talent von der Bank, das auf seinen ersten Startelfeinsatz brennt. Für Stöger wird der Weg zurück in die erste Elf damit immer steiler.

Auch in den kommenden Wochen dürfte Blessin eher auf Neuhaus, Uno, Sander und Nguefack bauen. Der neue Coach hat klare Vorstellungen von seinem Spiel und braucht dafür passende Profile – Stöger scheint derzeit nicht dazuzugehören. Gut möglich also, dass der Routinier auch künftig auf der Tribüne Platz nehmen muss.

Stöger-Vertrag: Klausel könnte Gladbach teuer zu stehen kommen

Brisant ist die Personalie auch aus finanzieller Sicht. Stögers Vertrag läuft bis Sommer 2027, soll sich aber automatisch bis 2028 verlängern, wenn er in dieser Saison 17 Bundesliga-Einsätze sammelt. Bislang sind es drei. Für die Borussia hätte das spürbare Folgen, schließlich soll der Österreicher der Topverdiener im Klub sein.

Im Ernstfall müsste Gladbach einen Spieler bis 2028 bezahlen, der im kommenden Sommer 34 wird und womöglich ohnehin keine Zukunft mehr im Verein hat. Nach den ersten Eindrücken unter Blessin deutet allerdings wenig darauf hin, dass die nötigen Einsätze zusammenkommen. Nach Einschätzung von bmg-news.de ist sogar ein kurzfristiger Abschied im Winter denkbar.

Kevin Stöger: Wechselhafte Zeit seit dem Abschied aus Bochum

Unumstritten war Stöger in Mönchengladbach ohnehin nie. Seit seinem Wechsel vom VfL Bochum im Sommer 2024 schwankten seine Leistungen, auf glänzende Momente folgten immer wieder sehr schwache Auftritte. Trotz stets guter Fitness stand er in seinen ersten beiden Spielzeiten nur 31-mal in der Startelf und saß auch unter Blessins Vorgängern oft auf der Bank.

Einen Trumpf hat der Routinier dennoch: Erfahrung im Abstiegskampf. Vor seinem Wechsel hatte er maßgeblichen Anteil daran, dass der VfL Bochum über die Relegation in der Bundesliga blieb. Ob Gladbach in der aktuellen Situation auf einen solchen Spieler verzichten kann, ist deshalb eine berechtigte Frage. Die Antwort liegt nun vor allem bei Blessin.

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