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1. FC Nürnberg: Klose schwärmt- „Er ist unser Herz“

Nürnberg-Fans

Fußball heute: Nach einem 0:2-Rückstand und drei Toren in der Nachspielzeit trennte sich der 1. FC Nürnberg in der 2. Bundesliga 4:4 vom VfL Wolfsburg. Zwei Spieler stachen dabei heraus, wie Bild berichtet. Angreifer Piet Scobel (21) drehte die Partie mit einem Doppelpack, Adam Markhiev (24) hielt im Mittelfeld alles zusammen. „Er ist unser Herz“, schwärmte Klose.

1. FC Nürnberg: Markhiev als Herz der Mannschaft

Der 24-Jährige war gegen Wolfsburg überall zu finden und spulte 13 Kilometer ab. Vor allem in der zweiten Halbzeit eroberte er zahlreiche Bälle und hatte damit großen Anteil an der Aufholjagd. In dieser Saison ist er für das Team sogar noch wichtiger geworden. Ein Grund dafür ist seine neue Disziplin.

In der vergangenen Spielzeit sah Markhiev in 26 Partien zwölf Gelbe Karten und musste zweimal gesperrt zuschauen. In den ersten sieben Spielen dieser Saison wurde er bislang nur einmal verwarnt. Für den Zentrumsspieler mit russischen Wurzeln ist das ein enormer Fortschritt. Nürnberg profitiert davon, weil der Taktgeber nun kaum noch ausfällt.

Adam Markhiev: Mehr Torgefahr und steigender Marktwert

Deutlich gefährlicher ist er inzwischen auch vor dem Tor. In seiner ersten Saison beim FCN kam Markhiev auf einen Treffer und eine Vorlage, nach sieben Spieltagen stehen bereits drei Tore und zwei Assists zu Buche. Mit 616 Ballkontakten liegt er klubintern an der Spitze und ligaweit auf Rang drei. Kaum einen dieser Bälle verliert er dabei leichtfertig.

Das spiegelt sich auch im Marktwert wider. Laut transfermarkt.de, das wie Bild zu Axel Springer gehört, ist er auf sechs Millionen Euro gestiegen, und dabei dürfte es nicht bleiben. Schon in der vergangenen Saison war der Mittelfeldspieler die zentrale Figur im Nürnberger Spiel, inzwischen hat er seine Rolle noch ausgebaut.

Piet Scobel: Nürnbergs zweite Sturmspitze trifft

Im Angriff zieht zwar Mohamed Ali Zoma (22) die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Der italienische Nationalspieler traf in sieben Partien siebenmal. Sein Sturmpartner steht ihm aber kaum nach. Mit fünf Toren und einer Vorlage ist Scobel Vierter der Torjägerliste hinter Hertha-Profi Josip Brekalo (9) sowie Zoma und Wolfsburgs Fabian Resse (je 7).

Nur elf Minuten brauchte der 21-Jährige gegen den VfL, um das Spiel mit zwei Treffern zu drehen. „So ein Spiel hatte ich in meinem Leben noch nie. Mit drei Toren in der Nachspielzeit, das war alles völlig irre. Nach so einem Spiel kann man lange nicht schlafen“, gestand Scobel. Seitdem gilt Nürnberg als einer der Favoriten im Aufstiegsrennen.

2. Bundesliga: Scobel mit den meisten Kopfball-Abschlüssen

Für den gebürtigen Pinneberger ist es der Durchbruch im Profifußball. Er stand in jeder Partie dieser Saison in der Startelf und kommt damit bereits auf so viele Einsätze von Beginn an wie in der gesamten Vorsaison. Alle 25 Minuten gibt er einen Schuss ab, insgesamt 23-mal, und damit kaum seltener als Zoma (25 Schüsse, alle 24 Minuten).

Zehn Kopfball-Abschlüsse sind Ligabestwert, einer davon fand den Weg ins Tor. Zudem gewinnt Scobel ordentliche 45 Prozent seiner Zweikämpfe. Wolfsburg sei bislang der stärkste Gegner gewesen, eine Top-Saison traut er seinem Team zu. „Ich denke, wir müssen uns vor niemandem verstecken“, sagte er. Am Freitag (18:30 Uhr) in Cottbus wollen Scobel und Markhiev den nächsten Beleg dafür liefern.

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