BVB News beim Fußball heute: Borussia Dortmund hat den Vertrag mit Cheftrainer Niko Kovac bis zum 30. Juni 2029 verlängert. Während der Klub ein klares Zeichen für Kontinuität setzen will, gehen die Meinungen der Anhänger weit auseinander. Auf X, Facebook und Instagram reicht die Spanne von euphorischem Jubel bis zu blankem Entsetzen.
Borussia Dortmund: Kovac bleibt bis 2029
Mit dem 54-Jährigen bleiben auch sein Bruder Robert Kovac und Filip Tapalovic an Bord. Kovac hatte den BVB Anfang 2025 auf Rang elf übernommen und noch in die Champions League geführt. In der vergangenen Saison folgte mit 73 Punkten die Vizemeisterschaft, auf diese Bilanz stützt sich die Klubführung.
Sport-Geschäftsführer Lars Ricken betonte: „Die Verlängerung mit Niko ist auch ein klares Zeichen für Konstanz und Stabilität bei Borussia Dortmund.“ Der Trainer selbst sieht den eingeschlagenen Weg bestätigt. „Wir haben gemeinsam eine klare Entwicklung angestoßen und wichtige Grundlagen für die Zukunft gelegt“, sagte Kovac.
BVB-Fans auf X: Zwischen Jubel und Frust
Auf X überwiegt bei vielen Fans die Zustimmung. „Absolut verdient und überfällig“, schrieb ein Nutzer und verwies auf die Platzierung: „Die Tabelle spricht Bände!“ Noch emotionaler reagierte ein anderer Anhänger: „JA, GEIL! Auf genau diese Nachricht habe ich gewartet!“ Er sieht die Entscheidung als Antwort an alle Kritiker des Trainers.
Genauso laut sind jedoch die skeptischen Stimmen. „Wird so gut altern wie die Kehl-Verlängerung“, unkte ein User und warf Kovac unter anderem vor, die eigene Jugend zu vernachlässigen und keine Spielidee mit Ball zu haben. Ein weiterer Fan schrieb resigniert: „Das war es dann mit der sportlichen Weiterentwicklung. Schade.“
Kovac-Kritik: Stagnierende Offensive und falscher Zeitpunkt
Differenzierter fällt die Analyse eines anderen Nutzers aus. „Sportlich hat er es sich verdient“, räumte er ein, sorgt sich aber um die Zukunft: „Nahezu alle Offensivspieler stagnieren unter ihm und entwickeln keinen besonders großen Marktwert.“ Darauf sei man langfristig aber angewiesen, so der Fan.
Vor allem der Zeitpunkt stößt einigen sauer auf. Ein Fan auf X kritisierte, nach der „Bremen Blamage“ werde „völlig ohne Not“ verlängert, auf Facebook schlug jemand vor, lieber bis zum nächsten Sommer zu warten. Ein weiterer Nutzer fragte: „Was ist denn, wenn dann eine titellose Saison quasi feststeht?!“
Facebook: Viel Lob für den Malocher Kovac
Lob überwiegt auf Facebook dennoch. „Ein Malocher, er fordert und fördert“, heißt es in einem Kommentar, der auch auf Instagram auftauchte. Dem Verfasser geht es nicht um schönen Fußball, sondern um Punkte und Kontinuität, die Verlängerung hält er deshalb für verdient.
Ein anderer Anhänger lobt: „Mit Kovac wurde unser Spiel deutlich stabiler.“ Seiner Meinung nach hat sich der BVB als zweite Kraft hinter den Bayern etabliert, sein Fazit lautet: „Wir brauchen Kontinuität!“ Ein weiterer User zog Parallelen zur Ära Klopp und betonte, dass der Aufbau einer jungen Truppe Zeit brauche.
Instagram: Kovac in einer Reihe mit Hitzfeld und Klopp?
Auf Instagram fällt das Echo ähnlich gespalten aus. „Kovac ist ein Top-Trainer! Er hat es geschafft, unsere Abwehr endlich zu stabilisieren – etwas, woran die letzten drei Trainer bei uns gescheitert sind“, schrieb ein Fan. Ein anderer stellte den Coach sogar in eine Reihe mit Multhaupt, Köppel, Hitzfeld und Klopp.
Kritiker stoßen sich dagegen vor allem an der Spielweise. Ein User beklagte „Langweiligen Fußball bis 2029“, ein anderer prophezeite, der BVB werde mit Kovac „NIE die Schale holen“. Versöhnlicher klang ein dritter Kommentar: „Ich bin kein großer Fan von seiner Spielweise, aber wir werden auch niemanden finden der besser ist als er.“
BVB-Fazit: Die Punkte sprechen für Kovac
Wie zwiegespalten viele Anhänger sind, zeigt ein längerer Beitrag. „Natürlich ist es die richtige Entscheidung, mit diesem Trainer weiterzuarbeiten. Die Punkte geben ihm Recht“, heißt es darin. Zugleich bemängelt der Verfasser, dass viele Ergebnisse mit Hängen und Würgen zustande gekommen seien: „Es waren oftmals auch glückliche Siege.“
Eine Mehrheit für oder gegen Kovac lässt sich aus den Kommentaren kaum ablesen. Die Befürworter verweisen auf Stabilität, Vizemeisterschaft und Champions League, die Gegner auf fehlenden Glanz im Spiel. Bis 2029 hat der Trainer nun Zeit, auch die Skeptiker zu überzeugen.
