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Zverev nach Krimi gegen Bublik: „Der Knöchel muckt ein wenig“

Tennis-Shanghai-Masters

Zverev News beim Tennis heute: Trotz Knöchelproblemen hat sich Alexander Zverev beim Masters in Shanghai ins Viertelfinale gekämpft. Gegen Alexander Bublik gewann der 29-Jährige mit 7:6 (8:6), 4:6, 7:6 (7:1) und trifft nun auf Alex de Minaur. Darüber berichten n-tv.de, eurosport.de, sportschau.de und focus.de.

Alexander Zverev: Knöchelprobleme gegen Bublik

Schon im ersten Satz verzog Zverev bei einem Aufschlag schmerzverzerrt das Gesicht, im Laufe des Spiels wurden die Beschwerden am rechten Knöchel sichtbar schlimmer. Immer wieder sprach er mit Vater Alexander senior. Eine Aufgabe kam laut n-tv.de aber nie infrage.

Ein einziges Mal hat Zverev in seiner Karriere aufgegeben: bei den French Open 2022 gegen Rafael Nadal. Damals verletzte er sich ebenfalls am rechten Knöchel und wusste nicht, ob er je zurückkehren würde. Diesmal scheint die Blessur deutlich harmloser zu sein.

Zverev im Platzinterview: Entwarnung beim Knöchel

Im Platzinterview gab Zverev Entwarnung. „Der Knöchel muckt ein wenig“, sagte er laut eurosport.de und fügte an: „Was verständlich ist und eigentlich ein gutes Zeichen, denn das heißt, dass ich viel Tennis gespielt habe.“ Den freien Tag will er nutzen, um den Fuß zu kühlen.

Zugezogen hatte er sich die Probleme bereits beim Auftaktsieg gegen Yibing Wu. Gegen Bublik musste er mehrfach den Aufschlag abbrechen und gab einzelne Ballwechsel früh verloren. Sein Gegner reagierte prompt und testete ihn mit mehr als 30 Stopps.

Shanghai Masters: Zverev dreht den ersten Tiebreak

Sportlich hielt Zverev dennoch dagegen. Im Tiebreak des ersten Satzes lag Bublik bereits mit 6:3 vorne, doch der Deutsche wehrte alle Satzbälle ab und holte fünf Punkte in Serie zum 8:6. Allein in diesem Durchgang gewann er 27 von 30 Punkten nach seinem ersten Aufschlag.

Bublik verlor danach zunehmend die Fassung. Lautstark redete er zwischen den Ballwechseln mit seiner Box, bis Schiedsrichter Mohamed Lahyani ihn zur Ruhe ermahnte. Im zweiten Satz drehte der Kasache trotzdem auf, nutzte seine einzige Breakchance und glich mit einem 6:4 aus.

Zverev gegen Bublik: Ass zum Matchgewinn

Im dritten Durchgang kassierte Zverev sofort ein Break, schlug aber postwendend zurück, begünstigt durch Bubliks achten Doppelfehler. Anschließend gab er in fünf Aufschlagspielen nur noch einen Punkt ab, dominierte den Tiebreak mit 7:1 und verwandelte nach 2:37 Stunden seinen ersten Matchball mit einem Ass.

Die Statistik spricht für den Deutschen. Laut sportschau.de gewann er 81 Prozent der Punkte nach dem ersten und 57 Prozent nach dem zweiten Aufschlag, Bublik kam auf 78 und nur 42 Prozent. Zudem standen bei Zverev 46 Gewinnschläge nur 23 unerzwungenen Fehlern gegenüber.

Direkter Vergleich: Bublik lag vor dem Duell vorne

Gewarnt war Zverev vor dem Duell allemal. Bublik führte im direkten Vergleich mit 3:1, er gewann 2021 in Rotterdam, im Finale von Montpellier 2022 und im Halbfinale von Halle 2023. Den einzigen Sieg feierte Zverev 2023 auf Sand in Monte-Carlo, das erste Duell seit über drei Jahren ging nun an ihn.

Formstark waren beide angereist. Zverev hatte nach einem Freilos Wu und Quentin Halys geschlagen und dabei seinen 60. Saisonsieg gefeiert. Bublik war ohne einen einzigen Breakball gegen sich durch die ersten Runden marschiert, ist in der Weltrangliste aber von den Top Ten im Mai auf Rang 22 abgerutscht.

Tennis-Weltrangliste: Zverev wird Nummer eins

Auch abseits des Platzes läuft es für den Weltranglistenzweiten. Seit Montag steht offiziell fest, dass er das Jahr als Nummer eins der Welt beenden wird, wie focus.de berichtet. Möglich wurde das nach dem Drittrunden-Aus von Carlos Alcaraz in Shanghai, Spitzenreiter Jannik Sinner hat seine Saison wegen einer Knieverletzung beendet.

Der Sieger der French Open und US Open ließ sich von der ATP mit den Worten zitieren: „Ich freue mich darauf, die Saison gebührend ausklingen zu lassen.“ Frühester Termin für die Übernahme ist der 2. November. Dafür müsste Zverev das Finale in Shanghai erreichen und das Turnier in Wien gewinnen.

Alex de Minaur: Zverevs Viertelfinal-Gegner mit Laver-Cup-Erfolg

Zunächst wartet am Donnerstag der an Nummer neun gesetzte Australier de Minaur. Der hatte sich gegen Karen Khachanov durchgesetzt und das bislang letzte Duell mit Zverev beim Laver Cup im Match-Tiebreak für sich entschieden. Für den Topgesetzten ist es eine echte Standortbestimmung.

Zverev hat in Shanghai Großes vor. Nach dem frühen Aus gegen Novak Djokovic in Peking peilt er den Titel an, erstmals seit 2019 steht er wieder im Viertelfinale. Damals stürmte er bis ins Endspiel, ob der Knöchel einen ähnlichen Lauf zulässt, zeigt sich gegen de Minaur.

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