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Galatasaray-Star Gündogan: „Ich spiele doch nicht“ – Rückkehr zum FCN?

Fans-Galatasaray

Fußball heute: Ilkay Gündogan hat Berichte über einen vorzeitigen Abschied von Galatasaray im Winter zurückgewiesen. Dabei spielt der 35-Jährige in Istanbul sportlich kaum noch eine Rolle und sorgte zuletzt mit einem frustrierten Satz für Aufsehen. Darüber berichten Sport Bild, spox.com und fussballtransfers.com.

Ilkay Gündogan: Dementi zu Wechselgerüchten

Türkische Medien hatten am Sonntag gemeldet, Gündogan habe bei Gala keine Zukunft mehr und könnte im Winter verkauft werden. Der spanischen Zeitung Mundo Deportivo sagte er: „Nein, das stimmt nicht. Ich möchte auch über den Winter hinaus hier bleiben und alles geben, um mit Galatasaray eine weitere Meisterschaft zu gewinnen.“ Das berichtet Sport Bild.

Laut der türkischen Zeitung Sabah, auf die sich spox.com beruft, drängt der Klub dennoch auf einen Abgang im Winter. Demnach will Galatasaray sein Jahresgehalt von rund 4,5 Millionen Euro einsparen. Dass in dem Bericht kein möglicher Abnehmer genannt wird, nährt allerdings Zweifel an der Darstellung.

Galatasaray: Nur elf Spielminuten für Gündogan

Sportlich ist die Lage eindeutig. Rund 13 Monate nach seiner Ankunft kommt Gündogan in dieser Saison auf elf Minuten in zwei Spielen, zuletzt saß er sechsmal in Folge in der Süper Lig nur auf der Bank. Nach 90 Minuten Bankdrücken beim 3:1 gegen Kasimpasa fragten Reporter, ob er für das Duell mit Ex-Klub Barcelona bereit sei: „Ich spiele doch nicht – warum sollte ich also bereit sein?“

Trainer Okan Buruk versuchte zu beschwichtigen. „Ich finde, Ilkays Aussage wurde falsch verstanden. Der Junge könnte nach dem Spiel etwas angespannt gewesen sein, weil er sich aufgewärmt hat und dann nicht eingewechselt wurde“, zitiert ihn Journalist Burhan Can Terzi. Anzeichen für eine größere Rolle des Routiniers gibt es aber keine.

Sara Gündogan: Spitze gegen den Trainer

Auch privat wird die Situation zum Thema. Ehefrau Sara Gündogan reagierte im Netz auf teils beleidigende Nachrichten enttäuschter Fans: „Wenn ihr wissen wollt, warum Ilkay nicht spielt, fragt euren Trainer, nicht mich.“ Damit nahm sie indirekt Coach Buruk in die Pflicht.

Kritiker werfen Gündogan vor, zu langsam zu sein, zu wenig Einfluss auf das Spiel zu nehmen und Fitnessdefizite zu haben, ähnlich wie Teamkollege Leroy Sané. Nach seinem Fünf-Minuten-Einsatz gegen Sporting Lissabon sagte Ex-Nationalspieler Nihat Kahveci: „Manche im Trainingszentrum sagen, er laufe nicht schnell genug.“

Gündogan in Istanbul: Lob für Stadt und Fans

Seinen Abschied aus Istanbul schließt der Routinier trotzdem aus. Er schwärmt von der Stadt: „Istanbul ist ein wunderbarer Ort zum Leben und die Unterstützung unserer Fans ist immer beeindruckend.“ Zudem betonte er, jede Saison habe ihren eigenen Rhythmus, im Moment konzentriere man sich auf die großen Spiele.

Dabei verlief schon die erste Saison nicht reibungslos. Zwar bestritt Gündogan 38 Partien und holte die Meisterschaft, in 32 Liga- und Champions-League-Spielen wurde er aber zwölfmal eingewechselt und 15-mal ausgewechselt. Die Eingewöhnung in der Türkei fiel ihm schwer.

Ex-City-Star Gündogan: Vertrag bis 2027

Im Jahr 2025 war der gebürtige Gelsenkirchener ablösefrei von Manchester City gekommen. Zum Abschied hatte er den City-Fans gesagt: „Ich will immer noch so oft wie möglich Fußball spielen, denn das liebe ich am meisten.“ Für seinen Kindheitsklub zu spielen, begeisterte den 82-maligen Nationalspieler damals besonders.

Sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2027. Bis dahin plant er offenbar keinen Abschied, sein Engagement in Istanbul könnte aber mit Vertragsende auslaufen. Eine Verlängerung gilt als ausgeschlossen, womit sich schon bald die Frage nach der nächsten Station stellt.

1. FC Nürnberg: Rückkehr zum Ex-Klub denkbar

Als mögliche Option bringt das Portal den 1. FC Nürnberg ins Spiel, bei dem Gündogan 2009 seine Profikarriere begann. Unter Miroslav Klose steht der Zweitligist mit 17 Punkten aus sieben Spielen auf Rang zwei, dank Offensivfußball, cleverer Transfers und guter Nachwuchsarbeit.

Einer Rückkehr zeigte sich Gündogan schon im Juli bei Sky offen. „Natürlich kann ich mir vorstellen, zurückzukehren. In welcher Rolle auch immer“, sagte er damals. Ob als Spieler, Funktionär oder Trainer, ließ er offen: „Das kann alles möglich sein.“

Champions League: Duell mit Ex-Klub Barcelona

Unwahrscheinlich wäre ein Wechsel im Winter allerdings wegen der Kosten, es sei denn, Galatasaray löst den Vertrag auf. Eine Leihe scheidet aus, weil die Regularien beim Leihende mindestens ein Jahr Restvertrag beim abgebenden Klub verlangen. Zudem dürfte eine Rückkehr vom Nürnberger Aufstieg abhängen.

Ein ablösefreier Wechsel im Sommer wäre demnach realistischer, falls Gündogan die kommenden sechs Monate aussitzt. Vorerst richtet sich der Blick aber auf Dienstag (21:00 Uhr), wenn Galatasaray in der Champions League auf den FC Barcelona trifft. Ob der Ex-Barcelona-Profi dann zum Einsatz kommt, bleibt fraglich.

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