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Eintracht Frankfurt: Hütter greift nach 0:6 durch – Spieler müssen nachsitzen

Eintracht-Frankfurt-Fans Frauen Bundesliga

Eintracht Frankfurt News beim Fußball heute: Nach dem 0:6-Debakel bei RB Leipzig hat Trainer Adi Hütter bei Eintracht Frankfurt den freien Montag gestrichen. Vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln steht zudem Kapitän Robin Koch nach seiner Auswechslung im Fokus. Darüber berichten Bild, transfermarkt.de, sport.de und absolutfussball.com.

Eintracht Frankfurt: Hütter streicht den freien Tag

Statt Erholung gibt es laut Bild ganz normales Training, faktisch eine Straf-Einheit. Bis Donnerstag steht täglich eine Einheit auf dem Plan, ehe am Freitag (20:30 Uhr) Köln in Frankfurt gastiert. Bis dahin muss die Eintracht wie eine komplett andere Mannschaft auftreten.

Die Grundlagen der Abwehrarbeit stehen demnach im Fokus. Härte, Aggressivität und Kompromisslosigkeit, die in Leipzig fehlten, sollen die Spieler neu verinnerlichen. Dazu kommen taktische Teamsitzungen und Einzelgespräche, in denen der 56-Jährige Fehler klar ansprechen, seine angeschlagene Mannschaft aber nicht zerlegen will.

RB Leipzig gegen SGE: Nkunku-Hattrick beim 6:0

Grund für die Maßnahme ist ein Spiel zum Vergessen. Ezechiel Banzuzi traf in der ersten Minute, Christopher Nkunku legte in der 5., 41. und 44. Minute einen lupenreinen Hattrick nach. Antonio Nusa (54.) und Tidiam Gomis (89.) machten das Debakel perfekt, Letzterer nach einem 50-Meter-Solo nahezu ohne Gegenwehr.

Entsprechend deutlich fiel Hütters Urteil aus. „Wenn man sich die Gegentore anschaut, waren sie viel zu einfach und viel zu billig. Das ist nicht bundesligatauglich“, sagte er laut transfermarkt.de. Das Offensivspiel habe ihm teilweise gefallen, doch man müsse zehnmal besser verteidigen.

SGE-Kapitän Koch: Auswechslung als Zeichen

Ein Zeichen setzte der Coach bereits zur Pause, als er Kapitän Koch (30) vom Platz nahm. „Von einem Führungsspieler und Kapitän erwarte ich einfach etwas anderes. Wenn du 16 Tore bekommst und Leader in der Abwehr bist, dann setze ich irgendwann auch mal ein Zeichen“, erklärte Hütter laut sport.de.

Nicht jeder teilt diese Sicht. Stefan Effenberg kritisierte im „Doppelpass“ bei Sport1: „Du nimmst den Kapitän, auch wenn das Spiel 0:4 steht zur Halbzeit, nicht vom Platz.“ Er hätte lieber fünf andere Spieler ausgewechselt, so der Ex-Nationalspieler, aber nicht den eigenen Kapitän.

Robin Koch: Desaströse Vorstellung

Der Betroffene selbst redete im kicker nichts schön. „So wie wir in Leipzig aufgetreten sind, darf uns das nicht passieren. Ich will nichts beschönigen: Das war eine desaströse Vorstellung“, sagte Koch. Das Fachmagazin bezeichnete den 15-maligen Nationalspieler zugleich als „Sinnbild des Niedergangs“.

Koch akzeptiert die Entscheidung seines Trainers dennoch. Dazu gehöre für ihn, Entscheidungen zu respektieren, selbst wenn sie ihn persönlich träfen. „Wegzulaufen oder den Kopf in den Sand zu stecken, ist für mich aber keine Option“, betonte er und kündigte an, die Mannschaft wieder aufrichten zu wollen.

Noah Atubolu und Jonathan Burkardt: Wut nach der Pleite

Noch emotionaler äußerte sich Torhüter Noah Atubolu bei Sky. „Wie wir in dieses Spiel reingehen, ist unterirdisch“, schimpfte er. Zugleich forderte er Ehrlichkeit: „Wir können uns nicht anlügen. Ich hatte zwischenzeitlich das Gefühl, wir sind zwei Mann weniger.“

Jonathan Burkardt sah vor allem ein Problem in der Hierarchie. „Die Führungsspieler haben wieder versagt“, sagte der Angreifer bei Sky. Nach dem frühen 0:2 habe jeder sein eigenes Ding gemacht, statt sich neu zu sortieren: „Wir haben total sorglos verteidigt.“

Frankfurter Abwehr: 16 Gegentore nach fünf Spieltagen

Die Zahlen bestätigen die Kritik. 16 Gegentore nach fünf Spieltagen kassierten nur Union Berlin (17) und Gladbach (18) noch mehr, seit 13 Bundesliga-Spielen blieb die Eintracht ohne weiße Weste. Schon in der vergangenen Saison stand sie mit 65 Gegentreffern auf Rang drei der schwächsten Abwehrreihen.

Daran änderten auch die Sommer-Neuzugänge Lilian Brassier und Atubolu nichts. FAZ und Wiesbadener Kurier sehen deshalb Sportchef Markus Krösche in der Mitverantwortung. Hütter selbst sagte laut absolutfussball.com: „Der Hebel liegt ganz klar bei den Gegentoren.“

Eintracht gegen Köln: Richtungsweisendes Duell am Freitag

Für zusätzlichen Spott sorgte RB auf X. Weil die Frankfurter schon in der vergangenen Saison mit 0:6 in Leipzig verloren hatten, fragten die Sachsen, ob das Ergebnis inzwischen Tradition sei. Für die Eintracht-Fans war das eine zusätzliche Demütigung nach einem ohnehin bitteren Spiel.

Umso wichtiger wird das Spiel gegen Köln. Hütter wirbt um Geduld, doch Niederlagen wie in Leipzig schwächen seine Position. Am Freitagabend muss seine Mannschaft beweisen, dass die gestrichene Pause und die harte Aufarbeitung tatsächlich Wirkung zeigen.

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