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Tischtennis-EM 2026: Zeitplan, Modus, DTTB-Kader & TV-Übertragung

Tischtennis

Die Tischtennis-EM 2026 läuft: Noch bis zum 18. Oktober wird in Ljubljana um die kontinentalen Titel gespielt. Es ist die 45. Auflage der Titelkämpfe, ausgetragen in der Stozice Arena. Anders als in manchen Jahren stehen diesmal ausschließlich Individualwettbewerbe auf dem Programm – vergeben werden fünf Titel.

In diesem Überblick gibt es alle wichtigen Infos zum Turnier: der Modus, sämtliche Termine, das deutsche Aufgebot, die Ausgangslage nach der Auslosung sowie die Übertragung.

Tischtennis-EM 2026: Die Eckdaten des Turniers

Gespielt wird in fünf Konkurrenzen: Einzel und Doppel jeweils bei den Damen und Herren sowie das Mixed-Doppel. Ein Mannschaftswettbewerb findet in diesem Jahr nicht statt.

Wie viele Startplätze ein Verband erhält, richtet sich nach dem Abschneiden bei der vergangenen Team-EM. Die acht bestplatzierten Nationen durften jeweils fünf Einzelspieler melden, danach staffelt sich die Zahl bis hinunter auf zwei. Gastgeber Slowenien bekam ebenfalls fünf Plätze zugesprochen. Im Doppel waren pro Verband vier Paarungen je Geschlecht möglich, im Mixed zwei – wobei auch Kombinationen aus verschiedenen Nationen zugelassen waren.

Tischtennis-EM Modus: So läuft das Turnier ab

In den Einzelwettbewerben sind 32 Aktive direkt für das Hauptfeld gesetzt. Die übrigen 32 Plätze werden in einer Qualifikation ausgespielt, die in Dreier- und Vierergruppen ausgetragen wird. Anschließend geht es im K.-o.-System weiter, beginnend mit der Runde der besten 64.

Bei den Doppeln sind 16 Paare gesetzt, die restlichen 16 Startplätze vergibt eine K.-o.-Qualifikation. Gespielt wird dort ab der Runde der besten 32.

Unterschiede gibt es auch bei der Satzzahl: In den Einzeln wird ab der Hauptrunde auf vier Gewinnsätze gespielt, in der Qualifikation sowie in sämtlichen Doppelwettbewerben dagegen auf drei.

Tischtennis-EM – der Zeitplan: Die Termine im Überblick

Die Titelkämpfe erstrecken sich über acht Tage. Nach drei Qualifikationstagen beginnt die Hauptrunde zunächst in den Doppeln, danach folgen die Einzel. Die erste Medaille wird am Freitagabend im Mixed vergeben.

Tag Programm
Sonntag, 11. Oktober Qualifikation in allen Wettbewerben
Montag, 12. Oktober Qualifikation, zweite Runde
Dienstag, 13. Oktober Abschluss der Einzel-Qualifikation, Hauptrundenstart im Mixed und in den Doppeln
Mittwoch, 14. Oktober Achtelfinals der Doppel, Viertelfinale im Mixed, Einzel-Hauptrunde (beste 64)
Donnerstag, 15. Oktober Viertelfinals der Doppel, Halbfinale im Mixed, Einzel (beste 32)
Freitag, 16. Oktober Halbfinals der Doppel, Achtelfinals im Einzel, ab 20.15 Uhr Mixed-Finale
Samstag, 17. Oktober Viertelfinals im Einzel, ab 19.30 Uhr Doppel-Finals
Sonntag, 18. Oktober Halbfinals ab 11.30 Uhr, Finale Damen-Einzel 17.00 Uhr, Finale Herren-Einzel 17.50 Uhr

Am Samstag steigt zunächst um 19.30 Uhr das Endspiel im Herren-Doppel, um 20.15 Uhr folgt das Pendant der Damen.

Tischtennis-EM: Das deutsche Aufgebot

Der Deutsche Tischtennis-Bund reiste mit einem schlagkräftigen Team nach Slowenien – allerdings mit einer kurzfristigen Änderung. Dimitrij Ovtcharov sagte seine Teilnahme verletzungsbedingt ab, für ihn rückte Ricardo Walther nach, der über die Qualifikation ins Turnier einsteigen muss.

  • Herren: Dang Qiu (Weltranglisten-Zehnter), Patrick Franziska (22.), Benedikt Duda (35.), Andre Bertelsmeier (58.), Wim Verdonschot (59.), Kay Stumper (94.), Ricardo Walther (139.)
  • Damen: Sabine Winter (8.), Ying Han (15.), Nina Mittelham (29.), Annett Kaufmann (42.), Franziska Schreiner (139.)

Auch die Doppel-Aufstellung musste angepasst werden: Statt Franziska und Ovtcharov bilden nun Bertelsmeier und Verdonschot die zweite deutsche Paarung. Das erste Duo stellen weiterhin Duda und Qiu, die in der Weltrangliste auf Platz sechs geführt werden. Bei den Damen treten Kaufmann/Mittelham sowie Han/Winter an, im Mixed Franziska/Kaufmann und Duda/Mittelham.

Die Vorbereitungszeit war knapp, wie Dyn berichtet: Erst wenige Tage vor der EM endete für mehrere Deutsche ein Turnier in China. Dort erreichte Verdonschot bei seinem Debüt in dieser Turnierkategorie immerhin das Achtelfinale.

Tischtennis-EM: Die Ausgangslage nach der Auslosung

Wie tischtennis.de aufschlüsselt, haben die gesetzten Deutschen durchaus machbare, aber keine einfachen Wege vor sich.

Damen-Einzel: Winter führt die Setzliste an

Eine bemerkenswerte Ausgangslage ergibt sich für Sabine Winter: Sie ist die Nummer eins des Turniers. In der zweiten Runde könnte die Kroatin Lea Rakovac warten, im Halbfinale wäre Titelverteidigerin Sofia Polcanova aus Österreich eine mögliche Gegnerin.

Ying Han bekäme es in Runde zwei womöglich mit Sarah de Nutte aus Luxemburg zu tun. Pikant: In ihrer Tableauhälfte stehen auch Annett Kaufmann und Nina Mittelham – mit Kaufmann wäre im Viertelfinale sogar ein deutsches Duell möglich. Für Mittelham wiederum zeichnet sich in der Runde der besten Acht ein Aufeinandertreffen mit der Rumänin Bernadette Szöcs ab.

Herren-Einzel: Qiu könnte auf den Titelverteidiger treffen

Für Dang Qiu führt der Weg möglicherweise über den Dänen Jonathan Groth zu einem Viertelfinale gegen Titelverteidiger Alexis Lebrun. Den Franzosen bezwang der Europameister von 2022 zuletzt bei einem Turnier in Astana – ein Erfolg, den er selbst einordnet: „Jeder Sieg und ein Turniererfolg gegen einen Weltklassemann wie Alexis umso mehr gibt einem noch einmal zusätzlich Selbstvertrauen“, sagte Qiu laut tischtennis.de. Zugleich mahnte er: „Fakt ist aber auch, dass jeden Tag die Karten wieder neu gemischt werden und ich hart an mir arbeiten muss, um bei der EM in Topform zu sein.“

Benedikt Duda, vor zwei Jahren EM-Zweiter, könnte in Runde zwei auf den Engländer Tom Jarvis treffen, im Viertelfinale auf Sloweniens Aushängeschild Darko Jorgic. Patrick Franziska wiederum hätte früh einen Lokalmatador vor der Brust: Deni Kozul. Danach winkt ein Duell mit dem topgesetzten Félix Lebrun. Andre Bertelsmeier dürfte es in der zweiten Runde mit dem schwedischen WM-Zweiten Truls Möregardh zu tun bekommen.

Wie stark die Konkurrenz inzwischen ist, hob Qiu gegenüber Dyn hervor: „Grundsätzlich finde ich, hat Europa im Tischtennis einen Riesenschritt nach vorne gemacht.“ Sein Fazit: „Europa ist so umkämpft wie noch nie.“

Doppel und Mixed: Chance auf ein deutsches Halbfinale

Im Herren-Doppel stehen beide deutschen Paarungen in derselben Tableauhälfte. Verdonschot/Bertelsmeier gehen an Position acht ins Rennen, Qiu/Duda als Nummer zwei – bei entsprechendem Verlauf käme es im Halbfinale zum internen Duell.

Bei den Damen warten auf Han/Winter gleich mehrere Hürden: zunächst womöglich das eingespielte Duo Ni Xia Lian/de Nutte, anschließend die topgesetzten Rumäninnen Elizabeta Samara/Szöcs. Mittelham/Kaufmann sind an zwei gesetzt und treffen in Runde zwei voraussichtlich auf die Schwedinnen Christina Källberg/Filippa Bergand.

Im Mixed sind die Auftaktgegner bereits bekannt: Franziska/Kaufmann starten gegen die Esten Madis Moos/Airi Avameri, Duda/Mittelham gegen die Türken Ibrahim Gündüz/Sibel Altinkaya. Für das zweite Duo könnte es anschließend gegen die topgesetzten spanischen Titelverteidiger Alvaro Robles/Maria Xiao gehen.

Tischtennis-EM Übertragung im TV & Stream: Wer zeigt die Spiele?

Sämtliche Partien mit deutscher Beteiligung laufen bei Dyn. Der Streamingdienst überträgt live und stellt die Begegnungen anschließend auf Abruf bereit, dazu kommen Highlights und begleitende Formate. Für den Zugang ist ein kostenpflichtiges Abonnement nötig, im frei empfangbaren Fernsehen wird nicht übertragen.

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Tischtennis-EM 2026: Die häufigsten Fragen

Wann findet die Tischtennis-EM 2026 statt?

Vom 11. bis 18. Oktober 2026 in der Stozice Arena in Ljubljana. Es ist die 45. Auflage der Europameisterschaft.

Welche Wettbewerbe werden ausgetragen?

Fünf: Einzel und Doppel jeweils bei Damen und Herren sowie das Mixed-Doppel. Einen Mannschaftswettbewerb gibt es in diesem Jahr nicht.

Wie ist der Modus?

In den Einzeln sind 32 Aktive gesetzt, die übrigen 32 Hauptfeldplätze werden in Gruppen ausgespielt. Bei den Doppeln sind 16 Paare gesetzt, die restlichen 16 Plätze vergibt eine K.-o.-Qualifikation.

Wann fallen die Entscheidungen?

Das Mixed-Finale steigt am Freitag um 20.15 Uhr, die Doppel-Endspiele folgen am Samstagabend. Die Einzel-Finals sind für Sonntag um 17.00 und 17.50 Uhr angesetzt.

Wo läuft die EM in Deutschland im TV oder Stream?

Bei Dyn im kostenpflichtigen Stream. Gezeigt werden alle Partien mit deutscher Beteiligung, live und auf Abruf.