Nations League News beim Fußball heute: Eines stand schon nach einer guten Viertelstunde fest – eine 0:7-Klatsche wie jüngst gegen England würde Kroatien gegen Spanien nicht kassieren. Denn die Feurigen arbeiteten eifrig an der Wiedergutmachung und führten noch zur Pause. Aber dieser Wettbewerb scheint nicht für die kroatische Nationalmannschaft gemacht. Denn den längeren Atem bewies die Furia Roja, die mit Mikel Merino den perfekten Joker in ihren Reihen hatte und damit den englischen Angriff (3:0 gegen Tschechien) in der Nations League abschmetterte. Da nützte auch das kroatische Tor eines alten Bekannten nichts.
Ivan Perisic steht genau da, wo ein Stürmer stehen muss
Borussia Dortmund, Bayern München und der VfL Wolfsburg in der 1. Bundesliga, Inter Mailand, Tottenham Hotspur und aktuell PSV Eindhoven europäisch: Ivan Perisic ist viel herumgekommen. Und seine ganze Erfahrung zeigte sich nach 17 Minuten im Poljud in Split. Da stand der Stürmer nämlich goldrichtig und nickte zum 1:0 ein. Zuvor hatte Unai Simon den Schuss von Igor Matanovic pariert, aber Perisic staubte eben ab.
Was war eigentlich mit dem Weltmeister los? Nicht viel. Es dauerte eine geschlagene halbe Stunde, bis Spanien gegen Kroatien zum allerersten Torschuss kam. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Hausherren schon sieben Mal auf den Kasten der spanischen Nationalmannschaft gefeuert. Erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte bracht Lamine Yamal dann doch noch einmal über rechts durch, zog das Leder aber aus spitzen Winkel ans Außennetz (45.+1). Die 1:0-Führung für Kroatien war hochverdient. Zumal Igor Matanovic in der 23. Minute das 2:0 auf dem Fuß hatte. Doch der Stürmer vom SC Freiburg scheiterte am stark parierenden Unai Simon.
Mikel Merino eiskalt: Spanien siegt noch ganz spät
Deutlich verbessert kam der Weltmeister dann aus der Kabine. Das wollte die Furia Roja so nicht auf sich sitzen lassen. Sie erhöhte den Druck auf Kroatien buchstäblich minütlich, bis es nach einer guten Stunde dann klingelte. Mikel Merino, der in der Pause für den völlig glücklosen Alex Baena gekommen war, stand in einem wilden Gestochere genau richtig. Von Dani Olmo landete die Kugel beim Kicker vom FC Arsenal, der aus kurzer Distanz zum 1:1 einschoss (61.).
Auf einmal schienen die Kroaten wieder wachgerüttelt zu sein. Sie drehten noch einmal einen Gang auf. Um ein Haar wäre der Weltmeister in Schönheit gestorben. Denn mit dem Kombinationsfußball am eigenen Strafraum hatten es die Spanier deutlich übertrieben. Ein haarsträubender Fehlpass landete bei Ivan Perisic, der aus elf Metern völlig frei versemmelte (77.). Und so wurde er nicht zum Matchwinner, sondern zur tragischen Figur. Denn kurz danach sah der Ex-Bundesliga-Stürmer nach einem Foul an Cucurella Gelb-Rot (79.).
In Überzahl erinnerte sich Spanien jetzt daran, dass da ja noch ein perfekter Joker auf dem Feld stand. Per Schlenzer in den gegnerischen Strafraum bediente also Zubimendi Mikel Merino, der zum 2:1-Endstand vollstreckte (88.). Damit liegt der Weltmeister in der Gruppe 3 der Liga A weiter drei Punkte vor den Three Lions, auf die sie am letzten Spieltag (15. November 2026) treffen. Gewinnen die Spanier zuvor in Tschechien (12. November 2026), reicht ihnen dann gegen England bereits ein Unentschiedne zum Gruppensieg.
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