Fußball heute: Nach dem 0:7-Debakel im Testspiel in Enschede bestellte Trainer Daniel Thioune die Mannschaft von Werder Bremen am Samstag zur Analyse ins Weserstadion. Profi-Chef Niemeyer zog danach einen klaren Schlussstrich: „Die Mannschaft war selbstkritisch und ist weiter intakt. Wir ziehen jetzt einen Schlussstrich“, so Niemeyer laut Bild. Der Blick geht nach vorn – Freitagabend wartet der BVB.
Werder Bremen: Klarer Auftrag für Dortmund – aber Verletzungssorgen häufen sich
Der Auftrag für das Spiel beim BVB ist für Niemeyer klar formuliert: „Ich erwarte, dass die Mannschaft dort weitermacht, wo sie gegen Augsburg aufgehört hat – mit Mut, Leidenschaft und Intensität.“ Das ist kein leeres Versprechen – zuletzt holte Werder starke sieben Punkte aus drei Bundesligaspielen und zeigte, wozu diese Mannschaft in der Lage ist. Das Testspiel-Ergebnis gegen Enschede soll deshalb kein Maßstab sein. Auf der Gegenseite droht beim BVB der Ausfall von Julian Ryerson: Der norwegische Rechtsverteidiger reiste wegen Rippenproblemen vorzeitig von der Nationalmannschaft ab, sein Einsatz ist laut Kicker gefährdet.
Doch auch die Bremer haben ihre eigene Verletztenmisere. Felix Agu zog sich beim Test in Enschede nach zweimonatiger Pause eine erneute Verletzung der Wadenmuskulatur zu und wird dem Verein vorerst nicht zur Verfügung stehen – im Oktober fällt er definitiv aus. Dazu kehrte Torwart Karl Hein wegen muskulärer Beschwerden vorzeitig von Estland zurück, eine Diagnose soll erst am Dienstag vorliegen. Im Falle eines Ausfalls würde Alexander Schlager sein Bundesliga-Debüt für Werder feiern – eine Premiere unter denkbar großem Druck in Dortmund.
SVW vor BVB: Itten einsatzbereit – Lynen hofft auf baldige Rückkehr
Etwas Entlastung gibt es im Sturm: Stammstürmer Cedric Itten steht trotz eines Schlags auf den Fuß in Dortmund zur Verfügung – für Thioune eine wichtige Nachricht in einer personell angespannten Woche. Anders sieht es bei Senne Lynen aus, der weiterhin an hartnäckigen Beckenproblemen laboriert. Niemeyer gibt sich aber vorsichtig optimistisch: „Wenn das Gröbste überstanden ist, könnte er schon bald wieder zum Kader zählen.“ Für Werder kommt es nun darauf an, in Dortmund an die starken Bundesliga-Leistungen der vergangenen Wochen anzuknüpfen – sieben Punkte aus drei Spielen sind der Maßstab, nicht das Ergebnis aus Enschede.
