Wegen einer Flugverspätung hat die Nationalmannschaft von Burkina Faso mit Ausnahme eines Spielers die Teilnahme an der Testpartie gegen den WM-Zweiten Argentinien verweigert und damit für einen Eklat gesorgt. „Historische Farce“, schrieb die Zeitung „AS“ nach Argentiniens 7:0-Sieg gegen eine Nachwuchsauswahl des afrikanischen Landes und befand: „Das war eine absolute Schande.“
Burkina Faso: Flugchaos sorgt für Eklat vor Argentinien-Test
Was war passiert? Bei der Anreise nach Buenos Aires war die Fußball-Nationalmannschaft von Burkina Faso wegen eines verspäteten Fluges auf dem Flughafen in Casablanca (Marokko) gestrandet. Da die Maschine aufgrund der Verzögerung erst dreieinhalb Stunden vor dem Anpfiff in der argentinischen Hauptstadt landen sollte, entschieden sich fast alle Spieler gegen eine Weiterreise.
Der Verband reagierte auf den Boykott und schickte stattdessen seine U23-Auswahl, um eine im Falle einer Spielabsage drohende Sanktion durch den Weltverband FIFA zu vermeiden. Die Nachwuchskicker waren im Duell mit dem WM-Zweiten hoffnungslos unterlegen. Die Zeitung „Clarin“ titelte daher trotz des klaren Sieges der Argentinier: „Ein völliger Misserfolg“.
Messi-Abschied gegen Benin
Für die Südamerikaner trafen Lautaro Martínez, Gianluca Prestianni, Nico Paz, Julian Álvarez, Franco Mastantuono und Giuliano Simeone sowie Moumoune Diallo mit einem Eigentor. Argentiniens Trainer Lionel Scaloni resümierte nach der einseitigen Partie: „Manchmal gibt es Spiele, die weniger angenehm sind. Aber die Leute haben für ihre Tickets bezahlt und man muss immer den Gegner respektieren.“
In der Nacht von Dienstag zu Mittwoch trifft Argentinien auf Benin. Dann dürfte auch der Gegner mit seinem stärksten Aufgebot antreten, schließlich wird es der letzte Auftritt von Fußball-Legende Lionel Messi im blau-weißen Trikot der Albiceleste. Gegen Burkina Faso stand der 38 Jahre alte Weltstar nicht im Kader.
(dpa)
