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DFB-Team – Einzelkritik: Wirtz glänzt, Woltemade fällt ab!

Deutschland-DFB-Fans

Spielfreudig, dominant, aber lange zu nachlässig vor dem Tor. So lässt sich der 2:0-Erfolg gegen Serbien zusammenfassen, der in die DFB-Team Einzelkritik beim Fußball heute einfließt. Nach dem 0:1 gegen Griechenland zeigte die Mannschaft von Jürgen Klopp in München eine klare Reaktion und ließ den Gästen kaum Luft. Gleich mehrere Debütanten durften ran, darunter Mika Baur als Jubiläumsspieler Nummer 1000. Ganz vorne in der Bewertung liegt aber ein anderer – Wirtz verdient sich die Bestnote des Abends!

Die Noten in der Abwehr und im Tor

Jonas Urbig: Bayerns zweiter Torhüter stand zum ersten Mal für Deutschland zwischen den Pfosten – ausgerechnet in dem Stadion, in dem im Verein üblicherweise Neuer den Vorzug bekommt. Viel zu halten gab es nicht, weil die Serben kaum aufs Tor kamen. In der 56. Minute leistete er sich einen Fehlpass am eigenen Strafraum, der folgenlos blieb. Als Cvetković in der 73. Minute gefährlich wurde, war Urbig sofort da. Note 3.

Maximilian Mittelstädt: Bei Nagelsmann zuletzt außen vor, unter Klopp wieder erste Wahl auf links. Gleich in der 5. Minute versuchte er sich als Erster aus der DFB-Elf an einem Torschuss, eine Ecke spielte er kurz darauf unerwartet am Boden auf den Fünfmeterraum. Nicht jeder seiner Pässe kam an, hinten hatte er seine Seite aber im Griff. Seine Vorarbeit zum 2:0 hebt die Bewertung. Note 3.

Waldemar Anton: Jović erwischte ihn früh mit einem rüden Foul (12.), Anton blieb davon jedoch unbeeindruckt. Den serbischen Angreifer hatte der Dortmunder anschließend gut im Griff, Luftduelle entschied er meist für sich. Nach einer Ecke kam er in der 17. Minute selbst zum Volley. Note 3.

Malick Thiaw: Ersetzte den fehlenden Schlotterbeck und war der ruhigere der beiden Innenverteidiger. Im Aufbau setzte er mit klugen Zuspielen Akzente, mit Anton harmonierte er gut. Viel Arbeit bekam die Hintermannschaft allerdings nicht. Sein Kopfball nach einer Flanke zwang Petrović in der 81. Minute zu einer Parade. Note 2,5.

Philipp Treu: Schon in Amsterdam hatte er bei seinem ersten Länderspiel aufhorchen lassen, auch diesmal bekam er rechts hinten den Vorzug. Treu schaltete sich ständig in die Offensive ein, seine Zuspiele führten zu zwei der besten Chancen: zum Schuss von Pavlović in der 8. und zu Woltemades Möglichkeit in der 59. Minute. Im Rückwärtsgang fehlte ihm manchmal die Ordnung – einmal mündete das in einer der wenigen gefährlichen Umschaltaktionen der Gäste. Note 3.

DFB-Team – Einzelkritik: So schnitten die Mittelfeldspieler ab

Aleksandar Pavlović: Da Joshua Kimmich nur Zuschauer war, besetzte Pavlović die Sechserposition allein – und füllte sie gut aus. Er trieb das Spiel mit schnellen Pässen an, das 1:0 ging von einem Zuspiel des Münchners auf Wirtz aus. Zweimal schoss er aus dem Lauf (8./41.) und verpasste eigene Treffer nur knapp. Kleinere Fehler im Ballbesitz nutzten die Serben nicht. Note 2.

Tom Bischof: Schon bei seinem zweiten Auftritt für die A-Elf durfte der U21-Kapitän über sein erstes Tor jubeln. Auf der halbrechten Achterposition war er ständig unterwegs und probierte es mehrfach selbst, zum ersten Mal mit Nachdruck in der 24. Minute. In der 39. Minute stand er goldrichtig, als Wirtz‘ Versuch vom Pfosten zurückkam. Ein Schuss aus der Ferne in der 43. Minute brachte Petrović in Not. Note 2.

Florian Wirtz: Nach einer kurzen Anlaufphase der prägende Mann auf dem Platz. Gnabrys beste Chancen (18./30.) bereitete er mit klugen Steilpässen vor, per Kopf hatte er in der 35. Minute selbst die Führung vor Augen. Beim 1:0 war sein Pfostenschuss nach einem Dribbling im Strafraum der Ausgangspunkt für Bischofs Treffer. Als Kapitän der zweiten Hälfte machte er mit dem 2:0 den Deckel drauf – Babić ließ er bei der Annahme stehen, der Abschluss saß. Note 1,5.

Derry Scherhant: Mit seiner Nominierung für die Startelf ging Klopp ein Risiko ein, denn auch Lennart Karl und Said El Mala standen bereit. Der Freiburger zahlte das Vertrauen zurück. Über links brachte er Tempo ins Spiel, suchte den Abschluss und schlug Flanken, im direkten Duell setzte er sich oft durch. Zwischenzeitlich tauchte er etwas ab, im zweiten Durchgang kam er auf dem rechten Flügel zurück ins Spiel. Ein Debüt, das Lust auf mehr macht. Note 2,5.

Serge Gnabry: Weil Kimmich fehlte, durfte der Münchner die Mannschaft als Kapitän aufs Feld führen – zum ersten Mal bei nunmehr 62 Einsätzen für den DFB. Das 1:0 hätte er früh selbst erzielen können, doch sowohl in der 18. als auch in der 30. Minute fehlte das Quäntchen, beim zweiten Versuch war Petrović‘ Knie im Weg. In der 29. Minute warf er sich mit vollem Einsatz in einen Zweikampf, Klopp feierte die Aktion lautstark an der Seitenlinie. In der 35. Minute bereitete er Wirtz‘ Kopfballchance vor. Nach 45 Minuten war für ihn Schluss, der Bundestrainer wollte ihn schonen. Note 3.

Der Start-Stürmer in der Bewertung

Nick Woltemade: Die WM verlief für ihn ernüchternd, anschließend zog es ihn zu Juventus nach Turin – gegen Serbien stand er erstmals seitdem wieder für Deutschland auf dem Platz. Als Anspielstation im Sechzehner funktionierte er, sein Einsatz stimmte, die Treffsicherheit nicht. Schon in der 11. Minute köpfte er klar daneben, in der 59. Minute jagte er eine Hereingabe aus wenigen Metern über die Latte, wo das 2:0 eigentlich Pflicht war. Am Angriff, der Gnabry in der 30. Minute frei vors Tor brachte, war er beteiligt. Note 3,5.

Die Einwechselspieler beim Duell Deutschland gegen Serbien

Said El Mala (ab Minute 46 für Gnabry): Der Kölner, den schon Nagelsmann im Blick hatte, wurde zum 999. Spieler mit Länderspieleinsatz für Deutschland. Links außen eingesetzt, suchte er mit Tempo den Weg zum Tor, sein Versuch in der 57. Minute strich hauchdünn vorbei. Kurz vor Schluss versuchte er es noch einmal. Note 3.

Jonathan Burkardt (ab Minute 76 für Woltemade): Bekam als neue Spitze schnell die Härte der Serben zu spüren – Maksimović sah für ein Foul an ihm Gelb (79.). Kam für eine Benotung zu spät.

Mika Baur (ab Minute 77 für Bischof): Mit ihm hat die Nationalmannschaft nun ihren Jubiläumsspieler – Baur ist die Nummer 1000. Machte in den letzten Minuten einen wachen Eindruck. Kam für eine Benotung zu spät.

Bambasé Conté (ab Minute 77 für Scherhant): Bei seinem zweiten Einsatz für Deutschland probierte er es einmal mit dem linken Fuß – Petrović hatte damit keine Probleme (85.). Kam für eine Benotung zu spät.

Vitaly Janelt (ab Minute 88 für Pavlović): Für die Schlussminuten kam der Mittelfeldmann aus der Premier League zu seinem ersten Einsatz, mit ihm sind es nun 1001 Nationalspieler. Kam für eine Benotung zu spät.

 

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