Die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) muss sich eine neue Sportdirektorin suchen. Nadine Seidenglanz wechselt zum 1. Dezember als Technische Direktorin für den Spitzensport zum niederländischen Eissportverband KNSB.
Der Vertrag der gebürtigen Chemnitzerin läuft bis zu den Olympischen Winterspielen 2030, wie der Verband mitteilte. In den Niederlanden übernimmt sie die Verantwortung für den Spitzensport, die Talententwicklung und die Wettkampfprogramme der Eisschnellläuferinnen und Eisschnellläufer.
DESG: Seidenglanz-Ehemann Contin ging schon nach Frankreich
Die 42 Jahre alte ehemalige Eisschnellläuferin kam 2020 zur DESG, bei den Winterspielen 2022 und 2026 war sie Delegationsleiterin des Teams. Ihr Ehemann, Alexis Contin, hatte den deutschen Verband als Allround-Bundestrainer schon vor ein paar Monaten in Richtung Frankreich verlassen. Seine Nachfolgerin ist seit August die mehrmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein.
Zuletzt hatten immer wieder Berichte über Missstände bei der DESG um den Präsidenten Matthias Große für Wirbel gesorgt. Während der Olympischen Winterspiele in Italien im Februar hatte Athlet Fridtjof Petzold von strukturellen Problemen im Verband und schlechter Betreuung gesprochen. Die DESG-Führung um Große und Seidenglanz wies die Anschuldigungen zurück und erteilte ihrem Sportler ein vorläufiges Startverbot. Die DESG war erneut ohne Olympia-Medaille geblieben – bereits zum vierten Mal in Folge.
(dpa)
