FC Bayern News beim Fußball heute: Beim FC Bayern werden die Verantwortlichkeiten im sportlichen Bereich neu sortiert. Karl-Heinz Rummenigge hat bestätigt, dass Sportdirektor Christoph Freund und Nachwuchschef Jochen Sauer künftig die vollständige Verantwortung für den Campus übernehmen. Das erklärte das Aufsichtsratsmitglied im Interview mit der Abendzeitung, über das Sky Sport berichtet.
Die Entscheidung betrifft einen Bereich, dem der Rekordmeister in den vergangenen Monaten zunehmend Bedeutung eingeräumt hat. Mehrere Talente aus dem eigenen Nachwuchs schafften zuletzt den Sprung in den Profikader oder brachten dem Verein auf dem Transfermarkt Einnahmen. Gleichzeitig wurde die sportliche Struktur am Campus im Laufe des Jahres auf mehreren Positionen verändert.
Freund und Sauer übernehmen Verantwortung am Campus
Freund und Sauer werden nach Rummenigges Angaben zu den zentralen Entscheidern im Nachwuchsbereich. Auch beim Scouting soll Freund eine maßgebliche Rolle einnehmen. Der 49-Jährige ist seit September 2023 Sportdirektor der Münchner und verlängerte seinen Vertrag erst vor wenigen Wochen vorzeitig.
Die Neuausrichtung des Campus hatte bereits im Frühjahr begonnen. Im April übernahm der frühere Bundesliga-Profi Michael Wiesinger die neu geschaffene Position als Leiter Sport und Nachwuchsentwicklung. Zwei Monate später verpflichtete Bayern Bernhard Seonbuchner von der Red-Bull-Akademie Salzburg für den Bereich Spiel- und Trainerentwicklung sowie den Übergang in den Profifußball.
Auch bei den Spielern wurden zuletzt frühzeitig Weichen gestellt. Im Juli verlängerte der FC Bayern beispielsweise langfristig mit Mittelfeldtalent Erblin Osmani. Der gebürtige Münchner kam bereits als U9-Spieler zum Verein und feierte in der vergangenen Saison sein Bundesliga-Debüt. Nach seinem 18. Geburtstag wird sein Vertrag automatisch in einen Lizenzspielervertrag umgewandelt.
Rummenigge spricht über schwierigen Transfersommer
Rummenigge verband sein Lob für Freund und Sauer auch mit einem bemerkenswerten Rückblick auf das Sommer-Transferfenster. Nach seinen Angaben hatten die Verantwortlichen ursprünglich geplant, mit möglichen Verkäufen von João Palhinha, Sacha Boey, Bryan Zaragoza und Alexander Nübel zwischen 60 und 70 Millionen Euro einzunehmen. Tatsächlich seien aus diesem Paket lediglich rund 20 Millionen Euro erlöst worden.
Zusätzliche Einnahmen brachten stattdessen Spieler aus dem Nachwuchsbereich. Rummenigge nannte dabei unter anderem Noel Aseko, Arijon Ibrahimovic und Jonah Kusi-Asare. Sky Sport wertet seine Aussagen auch als indirekte Kritik an Sportvorstand Max Eberl, der die Hauptverantwortung für die Transferaktivitäten der Profimannschaft trägt.
Rummenigge hatte bereits zuvor für Aufmerksamkeit gesorgt, weil er sich bei der Vertragsverlängerung Eberls enthalten hatte. Dabei machte der frühere Vorstandschef allerdings deutlich, dass ihn vor allem der Ablauf der Entscheidung störte. Der Eindruck, dass die Verlängerung bereits vor der eigentlichen Abstimmung praktisch beschlossen gewesen sei, habe ihm missfallen.
FC Bayern: Nach der Pause wartet ein enges Programm
Sportlich geht Bayern mit zehn Punkten aus den ersten vier Bundesliga-Spielen in die lange Länderspielpause. Auf das 5:1 gegen den VfB Stuttgart folgten ein 0:0 auf Schalke, ein 2:1 bei der SV Elversberg und zuletzt das 7:0 gegen Union Berlin.
Am 10. Oktober geht es für die Mannschaft von Vincent Kompany beim FC Augsburg weiter. Drei Tage später steht bei Viking FK bereits der nächste Champions-League-Spieltag an, bevor RB Leipzig am 17. Oktober in der Allianz Arena gastiert.
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