Fußball heute: Zinedine Zidane hat seine Premiere als Frankreich-Trainer mit einem 1:0-Sieg in der Türkei bestanden. Das einzige Tor erzielte Kylian Mbappé nach Zuspiel von Olise – ein Treffer, der die ausgeglichene Partie entschied und gleichzeitig von einem Verletzungsschock überschattet wurde. Türkei-Keeper Cakir sah in der Nachspielzeit noch Rot, fand die Gastgeber aber ohnehin keinen Weg zum Ausgleich.
Türkei – Frankreich 0:1: Zidane-Debüt mit Sieg – Mbappé trifft und verletzt sich
Die erste Halbzeit gehörte keinem der beiden Teams wirklich. Die Türkei startete aggressiver, eine frühe Doppelchance wurde wegen Abseits aberkannt, auch weite Bälle in die Tiefe sorgten für Gefahr – Maignan musste früh eingreifen. Frankreich unter dem neuen Nationaltrainer Zidane brauchte lange Anlaufzeit. Mbappé blieb auf dem linken Flügel weitgehend blass, einzig ein Schuss knapp am Tor vorbei war nennenswert. Kurz vor der Pause die stärkste Aktion der Gäste: Olise zielte aus dem Strafraumeck aufs Kreuzeck, Cakir lenkte den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte. Türkei-Kapitän Demiral hatte zuvor eine Cherki-Chance herausragend geblockt. Zur Pause stand es gerecht 0:0, Arda Güler hatte sich zudem eine Gelbe Karte eingehandelt.
Die Türkei startete druckvoll in den zweiten Durchgang. Güler mit einem abgefälschten Direktschuss, Yüksek mit einem Kopfball völlig freistehend – Maignan parierte glänzend und hielt Frankreich im Spiel. Die Antwort der Gäste kam postwendend per Konter: Mbappé vollstreckte nach Zuspiel von Olise platziert ins kurze Eck – das erste Tor der Zidane-Ära. Die Freude war kaum verklungen, da folgte der Wermutstropfen: Mbappé musste verletzt ausgewechselt werden, für ihn kam Désire Doué, der sich sofort mit einem Distanzschuss bemerkbar machte.
Frankreich siegt in der Türkei: Koundé am Pfosten – Cakir mit Roter Karte
In der Folge entwickelte sich eine intensive Schlussphase. Arda Güler kam nach einem Upamecano-Patzer aus spitzem Winkel zum Abschluss – Maignan parierte im kurzen Eck. Koundé vergab auf der anderen Seite nach einem feinen Sololauf die große Chance auf das 0:2, als er nur den linken Außenpfosten traf. Frankreich brachte in der 78. Minute Camavinga und Barcola für Cherki und Olise, die Türkei wechselte ebenfalls mehrfach – Elmali, Aktürkoglu, Kabasakal und Gül kamen in der Schlussphase.
Den dramatischen Abschluss lieferte Schiedsrichter Felix Zwayer: Nach einer Barcola-Situation ließ er zunächst weiterlaufen, entschied nach VAR-Überprüfung am Monitor aber auf Rote Karte gegen Cakir wegen Handspiels außerhalb des Strafraums. Bayindir musste sofort ins Tor. In Unterzahl fand die Türkei keinen Weg mehr zum Ausgleich – Frankreich verteidigte kompakt und ließ nichts mehr zu. In der Nachspielzeit sahen noch Koné und Joker Lepaul Gelb, beide nach Fouls an Güler. Für Zidane war es dennoch ein perfekter Einstand – auch wenn die Mbappé-Verletzung den Abend trübte.
