Fußball heute: Der FC Schalke 04 hat den 3. Spieltag mit einem Auswärtssieg eröffnet. Beim 1. FC Union Berlin gewann der Aufsteiger im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei mit 3:1. Robin Gosens erzielte gegen seinen Ex-Club per Volleyschuss das 1:0 (25.) und damit Schalkes erstes Bundesliga-Tor seit 1.203 Tagen, Adil Aouchiche erhöhte direkt nach der Pause nach Eingriff des Videoschiedsrichters (46.). Tim Skarke verkürzte spät auf 1:2 (90.+6), ehe der eingewechselte Maximilian Wöber den Endstand herstellte (90.+13). Wir haben die Union Berlin – Schalke Stimmen nach dem Abpfiff aus der Mixed Zone, den Sky-Mikros und der Pressekonferenz zusammengetragen.
Stimmen zu 1. FC Union Berlin vs. FC Schalke 04: „Ein ganz doller Mix der Gefühle“
Robin Gosens (FC Schalke 04): „Das war sehr besonders. Ein ganz doller Mix der Gefühle. Ich habe sehr viel Respekt vor Union. Am Ende bin ich sehr, sehr glücklich, dass wir den Dreier geholt haben.“ Auf einen Jubel vor der Unioner Waldseite verzichtete der 24-malige Nationalspieler, der seine ersten 31 Bundesliga-Spiele im Trikot der Köpenicker bestritten hatte und 2023/24 mit sechs Toren und drei Vorlagen Top-Scorer der Eisernen war.
Miron Muslic (FC Schalke 04, Trainer): Der 43-Jährige lobte bei Sky vor allem die Haltung seiner Mannschaft, die Einstellung sei gut gewesen – und zog nach dem 0:0 gegen die Bayern und dem Dreier in Köpenick ein selbstbewusstes Fazit: Schalke sei „in der Bundesliga angekommen“. Die Rückkehr von Kapitän Kenan Karaman nach auskurierter Hüftverletzung begründete Muslic so: „Unantastbar für uns und auch unersetzbar.“
Union-Stimmen zur Niederlage gegen Schalke: „Wir kriegen gerade einfach zu viele Gegentore“
Rani Khedira (1. FC Union Berlin): „Wir kriegen gerade einfach zu viele Gegentore, zu einfache Gegentore.“ Zehn Gegentreffer in drei Spielen stehen für die Eisernen zu Buche. Zur erneut veränderten Formation – Lustrinelli ließ in einem 4-2-3-1 spielen, Khedira selbst kam auf der Zehn zum Einsatz – äußerte sich der Mittelfeldspieler zurückhaltend: „Er hat da bestimmt auch seine Gründe dafür, dass er nochmal eine Anpassung macht.“
Tom Rothe (1. FC Union Berlin): „Wir sind auf einem Weg und haben ein neues Spielsystem.“ Der Außenverteidiger weiß aber auch, dass in der Bundesliga die Punkte zählen: „Wir können nicht jedes Spiel drei Dinger kassieren“, denn „jedes Spiel vier Tore zu machen wird dann auch schwer“. Die Verantwortung nimmt er dabei auf seine eigene Kappe: „Da müssen wir besser werden, da ziehe ich mich auch komplett mit rein.“ Für das Phänomen, erst spät ins Spiel zu finden, hat auch er noch keine Erklärung: „Das ist eine gute Frage. Die müssen wir wohl uns selber in den nächsten Tagen beantworten, dass das nicht so wieder vorkommt.“
Mauro Lustrinelli (1. FC Union Berlin, Trainer): Zur weiter wackligen Innenverteidigung, diesmal mit Felix Uduokhai und Leopold Querfeld, sagte der Schweizer auf der Pressekonferenz: „Wir arbeiten fast täglich dort und wissen, dass wir dort Potenzial haben. Wir bleiben dran.“ Nach der zweiten Niederlage im dritten Ligaspiel steht Union weiter bei einem Punkt – am kommenden Freitag geht es zum FC Bayern.
