Aus dem spektakulärsten Tauschhandel des Bundesliga-Sommers wurde nichts. Borussia Dortmund lehnte ein Geschäft ab, bei dem Felix Nmecha die Seiten mit Nationalspieler Nick Woltemade getauscht hätte und Newcastle zusätzlich auch noch eine Millionen-Summe überwiesen hätte, wie Bild berichtet.
Nmecha und der BVB: Vertrag läuft noch bis 2030
Für den Mittelfeldspieler wäre ein Abschied ohnehin kompliziert geworden. Der 25-Jährige war im Sommer 2023 für 30 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg an den Borsigplatz gewechselt und ist noch bis 2030 vertraglich gebunden. Wer eine derart lange Bindung auflösen will, braucht ein Angebot, das diese Investition rechtfertigt. Und Dortmund beziffert seinen Wert wohl auf über 100 Millionen Euro.
Interesse gab es dennoch reichlich. Bei der WM 2026 hatte Nmecha auf sich aufmerksam gemacht und dabei zahlreiche Spitzenklubs auf den Plan gerufen. Dass die Schwarz-Gelben trotz dieser Nachfrage nicht auf den Tausch eingingen, unterstreicht, welchen Stellenwert der 25-Jährige im Dortmunder Mittelfeld besitzt.
Nick Woltemade: 75 Millionen und ein schwerer Start in England
Bei Woltemade lag der Fall gänzlich anders. 2025 hatte Newcastle 75 Millionen Euro nach Stuttgart überwiesen, doch der 24-Jährige fasste auf der Insel nie richtig Fuß. Eine Ablöse in dieser Größenordnung schafft Erwartungen, die der Nationalspieler in England bislang zu keinem Zeitpunkt erfüllen konnte.
Die Konsequenz aus dieser Entwicklung folgte prompt. Statt eines Wechsels nach Dortmund zieht es den Angreifer nun per Leihe nach Turin zu Juventus, wo er in der Serie A einen Neuanfang sucht. Für Newcastle bedeutet das, dass sich die Investition von 75 Millionen Euro vorerst nicht ausgezahlt hat.
Borussia Dortmund reagiert – Nwaneri kommt vom FC Arsenal
Untätig blieb der BVB trotz des geplatzten Tauschs allerdings nicht. Ethan Nwaneri wechselt leihweise vom FC Arsenal nach Dortmund und schließt damit eine Lücke, die erst kurzfristig entstanden war. Der 19-Jährige übernimmt eine Rolle, die ursprünglich für einen anderen Neuzugang vorgesehen war.
Gemeint ist Giannis Konstantelias. Der Grieche war für 26 Millionen Euro von PAOK Saloniki gekommen, zog sich ausgerechnet bei seinem ersten Bundesliga-Einsatz jedoch einen Kreuzbandriss zu.
Bundesliga und Champions League: Hoffenheim und Villarreal warten
Sportlich läuft es beim BVB derweil rund. Auf das 2:0 gegen den Hamburger SV folgte ein 5:0 im DFB-Pokal gegen HEBC Hamburg, beide Aufgaben löste die Mannschaft ohne einen einzigen Gegentreffer. Die Turbulenzen auf dem Transfermarkt haben den Rhythmus der Schwarz-Gelben bislang also nicht gestört.
Umso interessanter wird die kommende Woche. Am Wochenende steht in der Bundesliga das Duell mit Hoffenheim an, anschließend wartet in der Champions League Villarreal. Innerhalb weniger Tage zeigt sich damit, ob der Kader den Ausfall von Konstantelias auch gegen anspruchsvollere Gegner kompensieren kann.
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