Vuelta a Espana heute, 10. Etappe: Nach dem ersten Ruhetag nimmt die Spanien-Rundfahrt am Dienstag (01.09.2026) die zweite Rennwoche in Angriff. Die 10. Etappe führt über 184,7 Kilometer von Alcaraz nach Elche de la Sierra – durch die Provinz Albacete und über ein Profil, das laut alpecincycling.com kaum einen wirklich flachen Kilometer kennt.
Vuelta a Espana heute: Die 10. Etappe im Streckenprofil
Auf dem Papier wirkt der Tag harmlos: Nur drei Bergwertungen stehen im Roadbook, alle drei lediglich der 3. Kategorie zugeordnet. Unterschätzen sollte das Feld die Etappe trotzdem nicht, denn unterm Strich summieren sich 2.991 Höhenmeter.
Schon der Auftakt in Richtung Nordosten zeigt, worauf es hinausläuft: Die Straße klettert Richtung Puerto de las Cruces, ohne dass dort überhaupt Punkte vergeben werden. Über Riópar geht es anschließend zur ersten offiziellen Prüfung. Der Puerto del Peralejo wird bei Rennkilometer 47,6 überquert, 5,2 Kilometer mit 4,3 Prozent Durchschnittssteigung.
Danach bleibt das Terrain wellig. Eine zusammenhängende Ebene sucht man vergeblich, bis bei Kilometer 78,6 der Anstieg zum Puerto de Aýna beginnt – 7,7 Kilometer bei vier Prozent, Bergwertung bei Kilometer 86,3. Für die Klassementfahrer ist das kein Terrain zum Attackieren, für schwere Sprinter dagegen jedes Mal eine Rechnung, die am Ende des Tages fällig wird.
Bei Kilometer 125 wartet in Hellín der Zwischensprint. Dort gibt es nicht nur Punkte für das Grüne Trikot, sondern auch Zeitbonifikationen – ein Detail, das den Kampf um das Rote Trikot beeinflussen kann. Die letzte Bergwertung folgt gut 30 Kilometer vor dem Ziel: Der Puerto de Socovos ist mit 9,7 Kilometern der längste Anstieg des Tages, mit 3,5 Prozent aber auch der flachste.
Von der Passhöhe sind es noch 21,5 Kilometer über Socovos und Férez in Richtung Elche de la Sierra. Wer dann noch auf einen Sprint hofft, muss allerdings wissen: Die letzten rund 4,5 Kilometer steigen leicht an.
Vuelta a Espana: Die Ausgangslage vor der 10. Etappe
Die zweite Rennwoche beginnt unter völlig neuen Vorzeichen. Tadej Pogačar, bis dahin Gesamtführender und dreifacher Etappensieger dieser Vuelta, stürzte auf der 8. Etappe schwer. Wie ran.de berichtet, zog sich der Slowene neben einer Gehirnerschütterung einen Bruch des linken Schlüsselbeins sowie eines Halswirbels zu und musste die Rundfahrt beenden.
Damit ist das Rennen um das Rote Trikot wieder offen. Enric Mas nutzte die Situation, gewann die Bergankunft am Alto de Aitana und übernahm die Gesamtführung. Für den Spanier geht es heute vor allem darum, den Tag ohne Zeitverlust zu überstehen.
Das Profil selbst dürfte für die Gesamtwertung folgenlos bleiben. Für klassische Sprinter ist es hingegen fast zu anspruchsvoll – vor allem wegen des ansteigenden Finales. Die wahrscheinlichste Variante ist deshalb ein Erfolg aus einer Fluchtgruppe mit Puncheuren. Als Kandidaten für einen solchen Tag gelten Wout van Aert (Visma-Lease a Bike) und Mads Pedersen (Lidl-Trek), die beide kletterstark genug für die drei Anstiege und schnell genug für ein reduziertes Finale sind.
Radsport heute live: Wer überträgt die 10. Etappe der Vuelta im TV und Stream?
Radsport heute kostenlos gibt es auch am Dienstag: Eurosport 1 zeigt die 10. Etappe live im Free-TV und geht dafür ab 14.45 Uhr auf Sendung. Der Start in Alcaraz erfolgt bereits um 13.00 Uhr, im Ziel werden die Fahrer gegen 17.20 Uhr erwartet.
Kostenlos ist der Eurosport-Stream zusätzlich über Joyn abrufbar. Wer alle Etappen garantiert in voller Länge sehen möchte, greift zu HBO Max mit Sport-Add-on – dort stehen die Rennen auch auf Abruf bereit. Bei Programmüberschneidungen kann die Vuelta-Übertragung im linearen TV auf Eurosport 2 wechseln.
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