Fußball heute: Kurz vor dem Bundesliga-Start fehlt bei Werder Bremen noch ein Baustein in der Defensive. Moussa Ndiaye vom RSC Anderlecht ist nach Informationen der Deichstube die favorisierte Lösung für die vakante Außenbahn. Demnach steht ein Leihgeschäft samt Kaufoption im Raum.
Werder Bremen: Ndiaye ist erste Wahl, doch die Zeit drängt
Die Gespräche mit Anderlecht laufen bereits, wie Transfermarkt.de meldet. Parallel sondieren die Bremer weitere Optionen, an der Rangfolge ändert das aber nichts. Der 24-Jährige bleibt die klare Nummer eins, einige Details sind noch offen. Geht der Transfer-Poker nun in die letzte Runde?
Trainer Daniel Thioune bestätigte am Freitagmittag, dass Ndiaye auf der Liste steht: „Am Ende entscheidet auch der Markt darüber, welchen Spieler wir schlussendlich bekommen können. Ich kenne den Spieler aufgrund der vergangenen Saison. Er hatte eine Menge Impact auf die Mannschaft, um aufzusteigen“, sagte er der Deichstube.
SVW-Trainer Thioune fordert mehr Breite in der Defensive
Handlungsbedarf sieht der Coach unabhängig vom konkreten Namen. Er betonte, dass sich Werder defensiv noch etwas breiter und besser aufstellen müsse. Im Mittelfeld und in der Offensive wollen die Bremer nur bei einem Abgang oder einer besonders günstigen Gelegenheit nachlegen.
Gesucht wird ein flexibel einsetzbarer Profi mit Schwerpunkt auf der linken Seite. Die Marschroute hatte Lizenzleiter Peter Niemeyer umrissen: „Unsere oberste Prio ist aktuell die Verpflichtung eines neuen Defensivspielers. Ich möchte nicht ausschließen, dass sich bis zum Spiel in Freiburg etwas tut“, sagte er der Bild.
Moussa Ndiaye: Barça-Ausbildung und Leihe zum FC Schalke 04
Ndiaye ist noch bis 2028 an Anderlecht gebunden und wurde unter anderem in der Nachwuchsabteilung des FC Barcelona ausgebildet. Neben der linken Abwehrseite kann er innen oder weiter vorn auf der Schiene auflaufen. Zuletzt bremste ihn eine kleinere Blessur.
In der Rückrunde lief der Senegalese leihweise für den FC Schalke 04 auf und kam auf 14 Zweitliga-Partien mit zwei Vorlagen. Eine Fortsetzung wurde dadurch erschwert, dass Anderlecht zunächst auf einen endgültigen Verkauf drängte. Laut des Portals soll das Interesse der Königsblauen trotz der Verpflichtung von Robin Gosens bestehen.
Bremen News: Schmetgens vor dem Debüt beim SC Freiburg
Für den Ligastart am Sonntag um 15.30 Uhr beim SC Freiburg spielt ein möglicher Zugang ohnehin keine Rolle. Auf der rechten Abwehrseite deutet sich stattdessen ein Bundesliga-Debüt von Mick Schmetgens an. Übergangsweise können dort auch Julián Malatini und Marco Grüll aushelfen.
Der 18-Jährige ist eigentlich Innenverteidiger, hinterließ im Pokal beim Lüneburger SK Hansa aber einen starken Eindruck. „Wenn Mick am Sonntag beginnen sollte, dann hat er es sich verdient und genießt unser Vertrauen“, sagte Thioune.
Mick Schmetgens: Diese Anforderungen stellt Thioune an die Position
Welche Ansprüche er an die Rolle knüpft, erläuterte der Trainer detailliert: „Der Anspruch ist, dass die Defensivspieler auch Spieleröffner sein müssen. Auf der Außenverteidigerposition braucht man einen guten ersten Kontakt, dazu auch Chipbälle hinter die Kette oder gute Flanken. Das ist bei Mick alles gegeben“.
Beim Erfahrungswert liegt der Youngster naturgemäß hinter Mitchell Weiser: „Mitchell hat auch einfach schon ein bisschen mehr von diesem Planeten gesehen und häufiger auf dieser Position spielen dürfen“. Der Routinier wird nach überstandenem Kreuzbandriss von muskulären Beschwerden ausgebremst.
Mitchell Weiser vor dem Comeback: Thioune macht Hoffnung
Genau deshalb konzentrierte sich die Suche ursprünglich auf einen Rechtsverteidiger. Nach ersten Trainingsanteilen mit der Mannschaft rückt Weiser einem Comeback jedoch näher: „Ich sehe ihn nicht mehr weit weg, dass er an einem Spieltag mal wieder ein Trikot anziehen könnte“, so Thioune.
Länger dauert es bei Felix Agu. Der 26-Jährige arbeitete zuletzt einzeln auf dem Rasen, ein Kaderplatz ist laut des Blattes eher nach der Länderspielpause zu erwarten. Käme mit Ndiaye ein Linksfuß dazu, wäre Agu mittelfristig ein Kandidat für die rechte Abwehrseite.
Bundesliga-Start: Deman bleibt auf links die klare Nummer eins
Hinter Olivier Deman wird es auf links dünn, weil Agu seit längerer Zeit mit muskulären Problemen kaum am Training teilnehmen kann. Wo er künftig spielt, lässt Thioune offen: „Erstmal geht es darum, dass er wieder auf dem Platz steht, dann können wir final darüber reden, auf welcher Seite“.
Veränderungen auf der linken Seite sieht der Coach dennoch nicht zwingend: „Erstmal müsste jemand kommen, der eine wirklich hohe Qualität mitbringt, um Olivier Deman auf der linken Seite zu verdrängen, denn ich finde, dass er sich in den letzten Monaten sehr gut entwickelt und sich dadurch dort die Chance auch verdient hat“.
