Ein 3:0-Vorsprung, ein Elfmeter in der fünften Minute der Nachspielzeit und am Ende ein 1:5: Albert Riera hat mit Roter Stern Belgrad ein Debakel erlebt. Der frühere Trainer von Eintracht Frankfurt scheiterte in den Playoffs zur Europa-League-Qualifikation an Viktoria Pilsen.
Europa League: Belgrad verspielt 3:0-Polster gegen Viktoria Pilsen
Der Einzug in die Ligaphase schien greifbar. Schließlich hatten die Serben das Hinspiel mit 3:0 gewonnen und sich damit ein komfortables Polster verschafft. Doch im Rückspiel kippte die Partie komplett und endete mit einer 1:5-Pleite nach Verlängerung.
Besonders bitter: Die Gastgeber glichen erst in der fünften Minute der Nachspielzeit per Strafstoß zum 4:1 aus und erzwangen so die Verlängerung. Dort fiel das 5:1. Ein Drama, das den Coach noch länger beschäftigen dürfte.
Albert Riera: Neustart in Belgrad beginnt mit einem Debakel
Für den Spanier ist Roter Stern die neue Aufgabe nach seinem Aus in Frankfurt. Mittlerweile steht er bei den Serben an der Seitenlinie. Doch der Start in den Wettbewerb ging gründlich daneben. Wie viel Kredit bleibt ihm nach einem solchen Abend?
Dabei kennt Riera unruhige Zeiten bereits aus Deutschland. Nur rund dreieinhalb Monate und 14 Partien währte seine Amtszeit bei Eintracht Frankfurt, ehe im Mai 2026 vorzeitig Schluss war.
Eintracht Frankfurt: Rieras Bilanz reichte nicht für Europa
Zu Jahresbeginn 2026 hatte der Spanier das Amt von seinem Vorgänger übernommen. In den 14 Begegnungen unter seiner Regie sprangen jeweils vier Erfolge, Punkteteilungen und Pleiten heraus. Weil das internationale Geschäft verpasst wurde, zogen Klub und Trainer am 17. Mai 2026 im gegenseitigen Einvernehmen einen Schlussstrich.
Für Unmut hatten zuvor sein Umgang mit der Mannschaft und deutliche Ansagen gesorgt, etwa als er den Fitnesszustand einzelner Profis thematisierte. Auch seine Art zu kommunizieren und sein Auftreten vor der Presse brachten ihm Widerspruch von innen wie von außen ein.
SGE News: Wortgefecht mit Vorstandssprecher Axel Hellmann
Geräuschlos verlief der Abschied keineswegs. Nach dem Aus lieferte sich Riera in Medien und sozialen Netzwerken ein Wortgefecht mit Vorstandssprecher Axel Hellmann. Erst danach führte ihn sein Weg nach Serbien.
Auf der Frankfurter Trainerposition beerbte ihn zur neuen Spielzeit Adi Hütter. Während die Eintracht mit dem Österreicher in die Saison gestartet ist, muss Riera nun in Belgrad die Scherben eines verspielten Vorsprungs zusammenkehren.
