Fußball heute: Die deutsche Mannschaft schied vor rund zwei Monaten gegen Paraguay im Sechzehntelfinale aus – im Elfmeterschießen, mit 3:4. Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann übte danach deutliche Kritik an seinem Stürmer, wie Bild berichtet.
Nagelsmanns scharfe Worte bei Magenta
Bei Magenta sagte Nagelsmann: „Da stehen wir zu viert alleine vor dem Tor, da müssen wir nur querspielen, dann schieben wir den Ball ins leere Tor. Da chippt der Deniz den irgendwie auf den zweiten Pfosten.“ „Das ist eine ganz einfache Aktion, da war ja nicht viel dahinter“, fügte der Ex-Bundestrainer hinzu. Scharfe Worte, die laut Express bei etlichen Beobachtern für deutliches Unverständnis sorgten.
Im Turnier selbst kam der Angreifer auf drei eigene Treffer sowie zwei Assists. Dennoch beschäftigt ihn die kritisierte Szene bis heute erkennbar stark. Gegenüber dem Bundesliga-Magazin gewährt der Stuttgarter tiefe Einblicke in seine Gedankenwelt: „Die ganze Zeit habe ich darüber nachgedacht, ob unser Ausscheiden auch meine Schuld war.“
Undav spricht offen über seine Zweifel
„Weil ich gegen Paraguay gleich nach ein paar Minuten vergeblich aufs Tor geschossen hatte, statt den Ball quer zu passen. Aber ich hatte in dem Moment einfach nicht gesehen, dass ein Mitspieler vielleicht besser positioniert war.“
„Dann sagst du dir: Wir hatten danach doch noch 115 Spielminuten Zeit, es kann doch nicht nur an der einen Aktion gelegen haben. Aber der Gedanke kommt zurück: War es wirklich deine Schuld?“
DFB News: Kein Anruf von Nagelsmann
Im Gegensatz zu Torwart Oliver Baumann rief Nagelsmann bei Undav offenbar nicht an. „Nein. Aber das braucht er auch nicht“, kommentiert Undav das gelassen. Am liebsten würde er die komplette Angelegenheit einfach vergessen.
Bereits im WM-Vorfeld sorgten frühere Nagelsmann-Kommentare für breite Solidarität der Anhänger. Damit entwickelte sich der Stuttgarter zum meistgefeierten Spieler und positiven Gesicht des Turniers. „Ich habe natürlich mitbekommen, dass ich bei der WM positiv gesehen wurde“, sagt Undav dazu.
