Fußball heute: Nach der überraschenden Torwart-Suche von Eintracht Frankfurt, ausgelöst durch die deutliche 0:7-Pleite im Test gegen Brentford, gewinnt das Transfer-Thema Noah Atubolu spürbar an Dynamik. Das berichtet die Badische Zeitung.
Atubolus Zukunft in Freiburg endet wohl
Noah Atubolus Karriere beim SC Freiburg geht laut sport.de ihrem Ende entgegen – der im eigenen Nachwuchs großgewordene und mittlerweile gesetzte Bundesliga-Profi hat demnach unmissverständlich signalisiert, den Verein noch in diesem Sommer wechseln zu wollen.
Rückendeckung für einen Abgang gibt die Neuverpflichtung von Mio Backhaus, den der SC von Werder Bremen losgeeist hat und der Atubolu im Tor ersetzen soll. Ein weiteres Indiz laut der Badischen Zeitung: Der Schlussmann hat sich erst vor Kurzem von seiner Spielerberatung getrennt, nach nur knapp einem Jahr Zusammenarbeit.
Eintracht Frankfurt: Bild sorgt für Zündstoff im Torwart-Poker
Weder die beteiligten Vereine noch Atubolu selbst äußern sich bislang ausführlich zur Personalie – die Gerüchte werden aber munter befeuert, allen voran von Bild, auf dessen Berichte sich auch andere Medien stützen.
Atubolu habe sich demnach bereits „final dazu entschieden, unbedingt zu Eintracht Frankfurt wechseln zu wollen“ – diesen Entschluss habe er den Freiburger Verantwortlichen intern längst mitgeteilt.
Leihmodell mit Kaufpflicht im Gespräch
Als „wahrscheinlichstes Szenario“ gilt demnach eine Vertragsverlängerung bis 2028 mit anschließender Leihe zur Eintracht. Die darin verankerte Kaufoption würde sich dabei „sehr schnell“ automatisch in eine bindende Verpflichtung zum Kauf umwandeln.
Finanziell sei ein solcher Transfer für die Eintracht überhaupt nur auf diesem Umweg über eine Leihe zu bewältigen. Basis dafür müsste allerdings erst eine Vertragsverlängerung Atubolus in Freiburg sein – intern rechne man beim SC bereits fest damit, dass der Stammkeeper den Klub noch vor Ende der Wechselfrist verlässt.
Diese Vertragsdetails werden gehandelt
Frankfurt hält demnach weiterhin an Atubolu als bevorzugtem Kandidaten für die Torwartposition fest. Weil sich beide Vereine bei der Ablöse bislang aber nicht annähern konnten, wird intern offenbar auch über die beschriebene Leihlösung nachgedacht.
Kolportiert werden zudem schon Vertragsdetails für einen Wechsel: Ein Grundgehalt in Höhe von 2,5 bis 3 Millionen Euro zuzüglich Prämien sowie eine Laufzeit bis mutmaßlich 2031 sollen im Gespräch sein – offiziell bestätigt ist davon bislang aber nichts.
Ablösesumme und Backhaus-Rechnung
Preislich soll der SC demnach nicht unter die Marke von 15 Millionen Euro gehen wollen – genug, um die zwölf Millionen Euro für Backhaus nicht nur zu decken, sondern sogar leicht draufzulegen. Ein Wechsel ist damit aber noch längst nicht in trockenen Tüchern.
Der Grund für das große Frankfurter Interesse, wie sport.de erklärt: Mit Michael Zetterer und Kaua Santos verfügt der Europapokalsieger von 2022 zwar bereits über zwei Torhüter, in der abgelaufenen Saison konnte aber keiner der beiden nachhaltig überzeugen.
Auch Marseille-Deal gerät ins Stocken
Ein weiteres Detail: Offenbar bremsen die Frankfurter Aktivitäten im Torwart-Poker sogar ein anderes, schon greifbares Transfer-Vorhaben der Eintracht mit Olympique Marseille aus.
Rückendeckung erhält die Personalie auch von prominenter Seite: Der 71 Jahre alte frühere Torhüter Uli Stein rät der Eintracht offen zu einer Verpflichtung und sagte gegenüber Bild: „Es ist ein finanzieller Kraftakt, aber wenn du die Chance hast, ihn zu kriegen, dann musst du alles dafür tun, um ihn zu holen.“
