Fußball heute: Die Verletzung von Dan-Axel Zagadou hat die Planungen des VfB Stuttgart in der Schlussphase der Vorbereitung durcheinandergebracht. Auf dem Transfermarkt will der Klub darauf aber nicht reagieren – stattdessen könnte der Ausfall die Zukunft eines anderen Verteidigers beeinflussen.
VfB Stuttgart: Keine externe Lösung geplant
Wie der kicker berichtet und sport.de aufgreift, plant die Vereinsführung trotz des Rückschlags keine Schnellschüsse. Externe Neuverpflichtungen im Defensivbereich seien kein Thema. Der VfB setzt also auf die vorhandenen Kräfte – auch wenn die Personaldecke in der Innenverteidigung derzeit dünn ist.
Zagadou fällt nach seiner muskulären Verletzung, die er sich beim 3:1 gegen den FC Everton zugezogen hatte, laut Klub in den kommenden Wochen aus – voraussichtlich mindestens bis zur Länderspielpause Ende September. Wie der VfB mitteilte, steht der Franzose in dieser Zeit weder für das Training noch für Spiele zur Verfügung.
Was der Ausfall für Al-Dakhil bedeutet
Folgen könnte das ausgerechnet für Ameen Al-Dakhil haben. Der Belgier galt am Neckar bislang als möglicher Streichkandidat, ein Abgang ist laut kicker auch weiter nicht völlig ausgeschlossen. Durch die neue Lage in der Abwehr hat sich seine Ausgangsposition jedoch verändert.
Denn neben Finn Jeltsch ist Al-Dakhil aktuell der einzige Innenverteidiger, der die Vorbereitung komplett durchlaufen hat. Bei Luca Jaquez und Ramon Hendriks reichte es zuletzt über eine längere Phase nicht für das volle Programm, und auch Jeff Chabot wurde nach einem Eingriff am Knie behutsam aufgebaut. Gegen Everton rückte Al-Dakhil nach Zagadous Auswechslung als erste Alternative ins Spiel – und erhielt von Trainer Sebastian Hoeneß im Anschluss ausdrückliches Lob.
Ein Spieler mit schwieriger Vergangenheit
Für Zagadou ist es der nächste Dämpfer in einer von Verletzungen geprägten Laufbahn. Auf lediglich 50 Pflichtspiele brachte es der Innenverteidiger in vier Jahren am Neckar. Schon in seiner Zeit bei Borussia Dortmund, wo er einst als großes Abwehrtalent galt, bremsten ihn wiederkehrende Verletzungen immer wieder aus.
Nun muss der VfB die Abwehr zunächst ohne ihn stabilisieren – und das bei einem straffen Auftaktprogramm. Los geht es am 21. August in der ersten Pokalrunde beim Drittligisten Hansa Rostock, ehe eine Woche später zum Bundesliga-Start das Auswärtsspiel beim FC Bayern wartet. Bis zur Länderspielpause folgen zudem die Duelle mit Köln, Hoffenheim und dem BVB.
