Fußball heute: Der erste internationale Titel der Saison 2026/27 geht nach Paris: Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain hat sich im europäischen Supercup mit 2:1 gegen Europa-League-Gewinner Aston Villa durchgesetzt und die Trophäe damit erfolgreich verteidigt. In der Red Bull Arena in Salzburg avancierte Désiré Doué mit seinem Treffer zum Matchwinner – der 17-jährige Brian Madjo hatte den Villans zwischenzeitlich Hoffnung gemacht.
PSG vs. Aston Villa: Kvaratskhelia stellt die Weichen
Der Favorit begann, wie es ein Favorit tut: Was eine Spitzenmannschaft ausmacht, zeigte PSG mit der ersten echten Möglichkeit. Villa bekam den Ball im eigenen Strafraum nicht weg, Doué schaltete am schnellsten und bediente Khvicha Kvaratskhelia. Der Georgier setzte sich halblinks gegen Cash durch und traf in der 20. Minute mit einem strammen Rechtsschuss zum 1:0, Ersatzkeeper Bizot ging in die falsche Ecke.
Danach kontrollierten die Pariser Ballbesitz und Spielanteile, ohne zunächst nachzulegen – ein Umstand, der sich rächen sollte. Denn Villa fand mit fortschreitender Dauer über einen ganz jungen Angreifer ins Spiel.
Der 17-jährige Madjo gleicht aus
Immer häufiger machten die Engländer den erst 17 Jahre alten Madjo zur Anspielstation. Nach mehreren vergebenen Kopfballchancen und einem an den Außenpfosten abgefälschten Schuss schlug er schließlich zu: Eine maßgenaue Flanke von Kapitän John McGinn verwertete er mit dem Halbzeitpfiff per Direktabnahme unter die Latte – das leistungsgerechte 1:1 zur Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb es intensiv. PSG-Coach Luis Enrique reagierte mit einem Doppelwechsel und brachte unter anderem Weltmeister Ousmane Dembelé, doch die erste gute Gelegenheit gehörte Villa, als McGinn Keeper Safonow zu einer starken Parade zwang. In einer zunehmend hitzigen Partie sammelten die Villans mehrere Gelbe Karten.
Doué entscheidet das Spiel – nach VAR-Prüfung
Die Vorentscheidung fiel kurz nach der Stunde und sorgte für Diskussionen: Doué schob den Ball ins Tor, zunächst hob der Assistent die Fahne wegen Abseits. Nach Ansicht der Videobilder zählte der Treffer aber doch – Paris lag wieder mit 2:1 vorn. Safonow verhinderte gegen Hemmings postwendend den erneuten Ausgleich.
In der Schlussphase warf Aston-Villa-Coach Unai Emery mit einem Dreifachwechsel alles nach vorn und schöpfte das Wechselkontingent voll aus, während Paris die Führung clever verwaltete und den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren ließ. In der Nachspielzeit flog nach einer Maatsen-Flanke noch ein Kopfball von Buendia deutlich am Tor vorbei – es sollte die letzte Möglichkeit des Abends bleiben.
Titelverteidigung perfekt
Mit dem Abpfiff war die Titelverteidigung besiegelt. Als erst viertes Team überhaupt gewinnt PSG den Supercup zum zweiten Mal in Folge und untermauert damit seine Ausnahmestellung im europäischen Fußball. Für den amtierenden Champions-League-Sieger ist es der gelungene Auftakt in die neue Saison.
Aston Villa hingegen verlässt Salzburg als tapferer Verlierer. Der Europa-League-Sieger hielt lange mit und war durch das Ausnahmetalent Madjo phasenweise nah an einer Überraschung dran – am Ende aber fehlte gegen den effizienten Favoriten das nötige Glück. Ein Auftritt, der für die kommende Saison dennoch Mut macht.
