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FC Magdeburg: „Das ist keine Qualität!“ – Atik platzt im Training der Kragen

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Fußball heute: Der 1. FC Magdeburg arbeitet nach der herben 1:6-Pleite zum Zweitliga-Auftakt gegen Braunschweig an der Reaktion. Im Training steht vor allem der zuletzt fehleranfällige Spielaufbau im Fokus – und Offensivstar Baris Atik macht aus seinem Frust keinen Hehl.

1. FC Magdeburg: Aufarbeitung unter Hochdruck

Auf eine Einzeleinheit am Montag folgte am Dienstag die erste Mannschaftseinheit der Woche, in der die Magdeburger das Debakel des ersten Spieltags aufarbeiteten. Wie die Bild berichtet, fehlte dabei Trainer Petrik Sander, der sich einem länger geplanten Eingriff unterzog. Auch Herbert Bockhorn stand nach seinem Platzverweis nicht auf dem Rasen – er trainierte individuell und wurde vom DFB-Sportgericht für zwei Spiele gesperrt.

Den Großteil der Einheit machte ein Elf-gegen-elf aus, in dem die mutmaßliche Startelf gegen die zweite Garde antrat. Auf zwei defensiven Positionen deutete sich dabei eine Veränderung gegenüber Samstag an – ein möglicher Fingerzeig für das Auswärtsspiel in Osnabrück am kommenden Samstag.

Der Spielaufbau als großer Knackpunkt

Im Mittelpunkt stand klar das Spiel mit dem Ball – jener Bereich, in dem dem FCM beim Auftakt Mut und Überzeugung gefehlt hatten. Aus der eigenen Hälfte heraus sollten Torhüter Dominik Reimann und die Innenverteidiger den Ball immer wieder kontrolliert nach vorn tragen. Baris Atik verteilte dabei lautstark Anweisungen: „Genau das ist der Ball, den wir nicht spielen wollen“, rief er einem Mitspieler zu, ehe er nachschob: „Ruhig bleiben, abbrechen, zurückspielen!“

Zunächst klappten die Abläufe besser als noch am Samstag, doch mit fortschreitender Dauer schlichen sich wieder Fehler ein – ein Déjà-vu für die Magdeburger. Das Spiel mit Ball bleibt die zentrale Baustelle.

Atik lässt seinem Ärger freien Lauf

Das missfiel vor allem Atik. „Das ist Kindergarten, das ist keine Qualität!“, wetterte der Ballkünstler, der zusehends genervt wirkte. Nach dem Abschlusspfiff blieb er minutenlang im Mittelkreis sitzen, den Kopf in die Hände gestützt – ein Sinnbild für den tief sitzenden Frust.

Dass die Enttäuschung so groß ist, liegt auch an der Ratlosigkeit über den Auftritt selbst. Wie tag24 berichtet, konnte sich nach dem Spiel niemand so recht erklären, wie es zu der Pleite gekommen war. Sportdirektor Peer Jaekel sprach von einem „mannschaftlichen Versagen“ und wollte niemanden einzeln herausgreifen: „Für mich hat es in Gänze nicht gereicht.“ Auch Linksverteidiger Alexander Nollenberger zeigte sich fassungslos darüber, was auf dem Platz passiert war.

Sanders Suche nach den Gründen

Trainer Sander hatte schon direkt nach der Partie um Erklärungen gerungen. „Wir waren zu mutlos im Spielaufbau und zu fehlerhaft im Spielübertrag, das sah teilweise aus wie das Kaninchen vor der Schlange“, sagte er. Als einzig Positives wertete er, dass seine Elf nicht noch höher unterging.

Zugleich mahnte der Coach, „nicht alles in Grund und Boden zu reden“. Nun gehe es darum, die Ursachen herauszufiltern und klare Worte zu finden, damit es in Osnabrück besser läuft. Bis dahin bleibt dem FCM nur wenig Zeit, den Auftakt-Schock in Wut auf dem Platz umzumünzen.

 

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