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Torsten Frings heute – Was wurde eigentlich aus Torsten Frings?

Autor: Linus

Zuletzt aktualisiert am

Als wichtigen Bestandteil des deutschen WM Teams und beim SV Werder Bremen zur Legende gereift. So haben viele Fußballfans Torsten Frings heute in Erinnerung. Doch was macht eigentlich Torsten Frings heute?

Im kleinen Städtchen Würselen geboren, wuchs er im nahegelegenen Alsdorf auf. Dort machte er auch seine ersten fußballerischen Schritte. Dass sich daraus eine solch beeindruckende Fußballerkarriere entwickeln sollte, konnten damals jedoch nur die wenigsten erahnen. Seinen ersten großen Titel feierte der Allrounder 1999 mit Werder Bremen. Im Endspiel um den DFB-Pokal konnte man Bayern München nach Elfmeterschießen bezwingen. Mehr Auszeichnungen verschiedenster Art folgten im weiteren Verlauf seiner Karriere. Frings ist heute 46 Jahre alt. Der Fußball hat ihn noch lange nicht losgelassen.

Spielerprofil Torsten Frings

Name:Torsten Frings
Geburtstag:22.11.1976
Nation:
Größe:1,82 m
Gewicht:80 kg

Torsten Frings‘ Steckbrief – Bei diesen Vereinen war er aktiv

Torsten Frings kann heute zufrieden auf seine Zeit als aktiver Fußballer zurückblicken. Von seinen Jugendvereinen in Alsdorf wechselte er mit 14 Jahren zu Alemannia Aachen. Dort gab er vier Jahre später sein Debut bei den Herren in der Regionalliga, der damals dritthöchsten Spielklasse Deutschlands. Durch gute Leistungen in den Folgejahren konnte Torsten Frings Vereine aus der Bundesliga auf sich aufmerksam machen.

Frings wurde bei Werder zum Bundesliga Profi

Im Januar 1997 unterschrieb Frings seinen ersten Profivertrag beim SV Werder Bremen. Insbesondere unter Trainer Thomas Schaaf reifte er dort zum Führungsspieler und war aus dem Bremer Mittelfeldgebilde nicht mehr wegzudenken. Trotz seiner Wichtigkeit für die Mannschaft zog Torsten Frings Vereine der nationalen Konkurrenz in Betracht. 2002 folgte letztlich der Wechsel zu Borussia Dortmund. Dort hatte er nicht nur die Möglichkeit in der Champions League Erfahrung zu sammeln, sondern erhoffte sich auch Deutscher Meister zu werden. Dies gelang ihm jedoch erst in der Spielzeit 2004/05 und einem damit verbundenem Wechsel zum FC Bayern München. Obwohl Frings bei den Münchnern nie wirklich zur Entfaltung gekommen ist, konnte er im gleichen Jahr auch den DFB-Pokal gewinnen.

Zurück zum Herzensverein – Werder Bremen

Nach nur einer Saison für die Bayern kehrte Frings an seine alte Wirkungsstätte zurück und unterschrieb einen Vertrag bei Werder Bremen. In insgesamt sechs weiteren Jahren für den Verein avancierte er erneut zum Publikumsliebling. Die Rückkehr nach Bremen wurde 2009 mit dem abermaligen Triumph im DFB-Pokal gekrönt. Nach 538 Bundesligaspielen ließ Frings seine Karriere im kanadischen Toronto ausklingen. Für FC Toronto spielte er von 2011 bis 2013 in der MLS.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass Torsten Frings‘ Steckbrief viel zu bieten hat. Er hat nicht nur für die größten Clubs Deutschlands gespielt, sondern auch die wichtigsten nationalen Titel gewinnen können. Daran erinnert sich Torsten Frings heute noch sehr gerne zurück.

Torsten Frings Steckbrief: Vereinshistorie

1994–1997Alemannia Aachen
1997–2002Werder Bremen
2002–2004Borussia Dortmund
2004–2005FC Bayern München
2005–2011Werder Bremen
2011–2013FC Toronto

Torsten Frings‘ Karriere in der Nationalmannschaft

Unter Bundestrainer Rudi Völler stieß Torsten Frings zur Nationalmannschaft. Am 27. Februar 2001 gab er in Frankreich sein Debut für Deutschland. Bei der 0:1 Testspiel-Niederlage wurde er 9 Minuten vor Schluss eingewechselt. Insgesamt 79 mal spielte Torsten Frings für die Nationalmannschaft. Dabei erzielte er 10 Tore und nahm an jeweils zwei Welt- und Europameisterschaften teil. Für Deutschland absolvierte er bei der WM 2002 jedes Spiel als Rechtsverteidiger. Dort musste man sich erst im Finale dem WM Favoriten Brasilien geschlagen geben. Bei der EM 2004 absolvierte Frings alle Spiele über die volle Distanz, allerdings schied Deutschland bereits nach der Gruppenphase aus.

Torsten Frings bei der WM 2006 in Deutschland

Unter Jürgen Klinsmann verhalf Torsten Frings der Nationalmannschaft zu neuem Glanz. Bei der WM 2006 spielte man ein tolles Turnier, musste sich dem späteren Weltmeister Italien im WM Halbfinale jedoch geschlagen geben. Dadurch verpasste Frings sein zweites WM Finale. Traurige Berühmtheit erlangte er nach dem WM Viertelfinale gegen Argentinien, als es nach dem Spiel zu einer Rudelbildung auf dem Platz kam und sich Frings zu einer Unsportlichkeit hinreißen ließ. Gegen Italien musste Frings deshalb eine Sperre absitzen und das Ausscheiden der deutschen Mannschaft vom Spielfeldrand verfolgen. Im Spiel um Platz 3 gegen Portugal stand Frings jedoch wieder auf dem Platz. Unter allen WM Teams belegte Deutschland einen versöhnlichen 3. Platz. Nach der EM 2008 kam es zu Unruhen zwischen Bundestrainer Joachim Löw und einigen Spielern, denen auch Frings angehörte. Infolgedessen wurde er für das Aufgebot zur WM-Qualifikation nur noch selten nominiert, bevor er Anfang 2009 sein Abschiedsspiel gegen Norwegen gab.

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Der Trainer Torsten Frings

Nach seiner Zeit als Spieler wurde Torsten Frings Trainer. Er begann als Co-Trainer unter Viktor Skripnik, der die damalige Regionalliga-Mannschaft des SV Werder betreute. Mit der Beförderung Skripnik‘s zum Cheftrainer der ersten Mannschaft Ende 2014, folgte auch sein Co-Trainer Frings. Nach einer sportlichen Talfahrt wurde das gesamte Trainerteam am 18. September 2016 freigestellt. Kurz darauf wurde beim Ligakonkurrenten SV Darmstadt Torsten Frings als Trainer vorgestellt. Trotz des Abstiegs aus der Bundesliga blieb Torsten Frings Trainer der Lilien. Nach einer erneuten Serie von sieglosen Spielen in der 2. Bundesliga wurde er am 8. Dezember 2017 allerdings freigestellt.

Zur Saison 2020/21 engagierte der Drittligist SV Meppen Torsten Frings als Trainer. Dort erreichte er mit 1,16 Punkten pro Spiel zwar einen besseren Wert als zuvor in Darmstadt, wurde kurz vor Saisonende jedoch entlassen. Auf ein neues Engagement als Fußballtrainer arbeitet Torsten Frings heute hin.

Trainerstationen von Torsten Frings

2013–2014Werder Bremen II (Co-Trainer)
2014–2016Werder Bremen (Co-Trainer)
2017SV Darmstadt 98
2020–2021SV Meppen

Das Gehalt von Torsten Frings

Wenn es um Torsten Frings‘ Gehalt geht, hat er sich stets bedeckt gehalten. Nach außen wirkte er immer bescheiden. Fakt ist jedoch: Der Fußball machte ihn zum Millionär.

Mit seiner Vertragsverlängerung 2007 bei Werder Bremen zählte Frings fortan zu den Topverdienern. Torsten Frings‘ Gehalt wurde damals auf 4,3 Millionen Euro pro Jahr geschätzt und war mit ein Grund dafür, dass Spieler und Verein 2011 getrennte Wege gingen. Werder konnte sich den Spieler schlichtweg nicht mehr leisten. Auch zuvor bei Borussia Dortmund sowie Bayern München dürfte Frings ein gutes Einkommen gehabt haben. Nach seiner Karriere in Deutschland zählte er in der MLS bei FC Toronto zu den bestbezahltesten Fußballern Nordamerikas. Torsten Frings‘ Gehalt belief sich auf umgerechnet 1,92 Millionen Euro pro Saison. Das machte ihn zu seiner Zeit zum MLS-Spieler mit dem fünfthöchsten Gehalt.

Kleinere Brötchen muss Torsten Frings als Trainer backen. Millionengehälter findet man in der 3. Liga nicht. Außerdem ist der SV Meppen beim Gehaltsetat in der 3. Liga nach eigener Aussage „sehr weit unten anzusiedeln“. Für Frings war dies trotz seiner Entlassung im Frühjahr 2021 bis vor kurzem immer noch relevant. Denn: Frings hatte einen gültigen Vertrag bis zum Ende der Saison 2021/22.

Torsten Frings privat

Torsten Frings ist privat ein absoluter Familienmensch. Zusammen mit drei Schwestern und zwei Brüdern wurde er in Alsdorf groß. Er selbst heiratete früh. Seine Jugendliebe Petra nahm sich Torsten Frings zur Frau, da war er erst 22 Jahre alt. Gemeinsam haben sie zwei Töchter, Lisa und Lena. Nach 11 gemeinsamen Ehejahren folgte jedoch zunächst eine Auszeit und anschließend die endgültige Trennung zwischen Torsten Frings und seiner Frau. Torsten Frings lebt heute mit seiner jetzigen Lebensgefährtin Yvonne dem gemeinsamen Sohn Luke zusammen.

Bei seinem Abschiedsspiel als aktiver Fußballer am 7. September 2013 bezwangen die Werder Allstars die Mannschaft von Torsten & Friends mit 8:7. Unter dem Motto „My last game in green“ zahlreichen Vereinsikonen liefen ehemalige Weggefährte sowie Freunde im ausverkauftem Weserstadion auf. Für jede Mannschaft spielte Frings je eine Halbzeit.