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Was wurde aus...?

Tim Borowski heute – Was wurde eigentlich aus dem Elfmeter-Held von 2006?

Autor: Thomas

Klinsi, Poldi, Schweini – an alle diese Spieler erinnert sich wohl jeder, der an das legendäre Sommermärchen bei der WM 2006 zurückdenkt. Ein ganzes Land war im Fußballfieber und feierte, als die deutsche Nationalelf bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land Dritter wurde. Allerdings ist ein damals sehr wichtiger Spieler mittlerweile in Vergessenheit geraten. So kann sich an Tim Borowski heute kaum noch jemand erinnern. Dabei war er der Mittelfeldregisseur der deutschen Mannschaft, der die Bälle verteilte. Ebendarum stellt sich die Frage: Was wurde eigentlich aus Tim Borowski?

Spielerprofil Tim Borowski

Name:Tim Borowski
Geburtstag:02.05.1980
Nation:
Größe:1,94 m
Gewicht:84 kg

Tim Borowski Steckbrief – Bei diesen Vereinen war er aktiv

Am 02. Mai 1980 wurde Tim Borowski in Neubrandenburg in der DDR geboren. Bereits mit 16 Jahren verließ er seine Heimat, um in der Jugendabteilung von Werder Bremen zu spielen. Dort schaffte er anschließend den Durchbruch zu den Profis. Im Jahre 2004 war er ein wichtiger Teil der Mannschaft, die Deutscher Meister und DFB-Pokal-Sieger wurde. Aufgrund seiner starken Leistungen an der Weser wechselte er 2008 zum FC Bayern München. Weil er dort nur Reservist war, kehrte er nach nur einer Saison zu Werder Bremen zurück. Langfristig konnte er sich jedoch wegen zahlreicher Verletzungen auch bei den Bremern nicht mehr durchsetzen. Aufgrund von Problemen mit dem rechten Sprunggelenk beendete er schließlich im Sommer 2012 seine aktive Karriere.

Tim Borowski Steckbrief

1996-2008SV Werder Bremen (Junioren / Amateure / Profis)
2008-2009FC Bayern München
2009-2012SV Werder Bremen

Ein Spiel, welches Tim Borowski heute wohl als das kurioseste seiner Karriere in Erinnerung sein dürfte, fand am 20. September 2009 statt. Die beiden Vereine aus Tim Borowskis Steckbrief spielten gegeneinander: Der FC Bayern München empfing Werder Bremen. Tim Borowski war damals auf Seite der Münchener und erlebte die höchste Heimniederlage seines Vereines seit 29 Jahren. Schon nach 67 Minuten führten die Bremer mit 5:0. Dann legte jedoch Borowski los und sorgte mit zwei Toren für den 2:5-Endstand. Vielleicht war dieses Spiel auch ein Grund, wieso er nach nur einem Jahr zu seinem Herzensverein Werder Bremen zurückkehrte.

Tim Borowskis Karriere in der Nationalmannschaft

Neben dem Dress von Tim Borowskis Vereinen trug er ebenso das Trikot der Nationalmannschaft. Am 21. August 2002 konnte Tim Borowski für die Nationalmannschaft seinen ersten Einsatz absolvieren. Beim 2:2-Unentschieden in einem Testspiel gegen Bulgarien wurde er in der 79. Minute für Miroslav Klose eingewechselt. In der Folge bekam er gelegentliche Einsätze in Testspielen, aber bei der EM 2004 in Portugal durfte er nicht mitfahren. Erst Bundestrainer Jürgen Klinsmann, dem Tim Borowski heute wohl dankbar sein wird, machte ihn zu einem Stammspieler in der Nationalelf.

Beim Confederations Cup 2005 saß er zwar noch in den meisten Spielen auf der Bank und sah zu, wie Deutschland Dritter wurde. Bei der WM 2006 im eigenen Land war er dann jedoch bedeutender Teil des WM Teams Deutschlands. Bei allen Spielen bis einschließlich dem WM Halbfinale stand er auf dem Platz. Im WM Viertelfinale gegen den damaligen WM Favoriten Argentinien verwandelte er im Elfmeterschießen sogar den letzten Strafstoß der deutschen Mannschaft und führte das Team ins WM Halbfinale. Mit zwei Gelben Karten im Turnier bekamen viele WM Teams außerdem seine Härte zu spüren. Aus diesen Gründen wird Tim Borowski heute vermutlich diese Weltmeisterschaft neben dem Double mit Werder Bremen als Höhepunkt seiner Karriere ansehen.

Nach der WM 2006 und dem Rücktritt Klinsmanns als Bundestrainer konnte Tim Borowski für die Nationalmannschaft nur noch selten auflaufen. Zur Europameisterschaft 2008 fuhr er zwar mit, aber er saß meistens auf der Bank. Daher hatte er nur geringen Anteil am Vizetitel der deutschen Elf. Der 3:2-Sieg im EM Viertelfinale gegen Portugal war dabei gleichzeitig sein letzter Einsatz für Deutschland. Danach endete seine Nationalmannschaftskarriere, in der er zwei Tore für sein Land erzielen konnte. Kurios: Trotz Teilnahme an einer Weltmeisterschaft lief er nie in der WM-Qualifikation auf.

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Tim Borowski als Trainer

In Anschluss an seine aktive Karriere war Tim Borowski als Trainer und Manager aktiv. So absolvierte er in den Jahren 2013 und 2014 eine Managementausbildung bei seinem Ex-Verein Werder Bremen. Anstatt jedoch eine langfristige Tätigkeit als Manager anzunehmen, wurde Tim Borowski Trainer in Bremen. Erst war er Co-Trainer der U17, danach bei der ersten Herrenmannschaft. Nach dem Abstieg in die zweite Liga im Jahre 2021 kam es allerdings zu einem Trainerwechsel. Der neue Trainer Markus Anfang brachte dabei einen Co-Trainer mit, sodass Tim Borowski den Verein verließ. Angeblich soll er einen Posten als Cheftrainer anstreben. Die dafür notwendige Trainerlizenz hat er zumindest 2020 schon erworben.

Das Gehalt von Tim Borowski

392 Pflichtspiele absolvierte Tim Borowski für Vereine und 33-mal stand er für die Nationalmannschaft auf dem Platz. Ein während dieser Zeit häufig diskutiertes Thema war Tim Borowskis Gehalt. Zwar hat Borowski wohl auch bei Werder Bremen jährlich mehrere Millionen Euro verdient, aber dies war ihm scheinbar nicht genug. Aus diesem Grund wechselte er zum FC Bayern München, wo Tim Borowskis Gehalt bei 5,6 Millionen Euro pro Jahr lag. Dass er nicht geldgierig ist, bewies der Mittelfeldregisseur jedoch, als er ein Jahr später wieder an die Weser zurückkehrte. Hierbei soll er auf einen großen Betrag an Geld verzichtet haben. Trotzdem wird er in seiner gesamten Karriere geschätzt mehr als zehn Millionen Euro verdient haben.

Tim Borowski privat

Weil er nach seinem Engagement als Trainer bei Werder Bremen noch keinen neuen Verein gefunden hat, lebt Tim Borowski heute vermutlich in Bremen. Außerdem hat Tim Borowski eine Frau namens Lena Mühlbacher, mit der er schon seit 2006 verheiratet ist. Das Paar hat zwei Kinder: 2007 kam Emilia zur Welt, 2012 folgte Lennox. In seiner Freizeit spielt Tim Borowski heute gerne Tennis anstatt Fußball. Hierbei ist er für den Verein Schwarz-Weiß Bremen aktiv.