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Was wurde aus...?

Frank Fahrenhorst – Der Nachwuchstrainer aus Stuttgart

Autor: Lea

Zuletzt aktualisiert am

Frank Fahrenhorst ist bis heute leidenschaftlich mit dem Fußball verbunden. Er hat lange im Nachwuchs-Bereich von Schalke 04 gearbeitet und versucht seit 2020, als Trainer beim VfB Stuttgart Nachwuchstalente an den Profifußball heranzuführen. Der gebürtige Westfale hat als Spieler viele Höhen und Tiefen erlebt und sich mit Größen wie Ronaldo und Ibrahimovic gemessen. Frank Fahrenhorst kann heute diese Erfahrungen weitergeben und möchte noch möglichst lange im Trainergeschäft aktiv bleiben. Die Frage „Was wurde eigentlich aus Frank Fahrenhorst“ wird trotzdem immer wieder gestellt. Gerade in Bochum haben sie an „Fahne“ gute Erinnerungen und vielleicht kehrt der große Blonde irgendwann ins Ruhrstadion zurück.

Spielerprofil Frank Fahrenhorst

Name:Frank Fahrenhorst
Geburtstag:24.09.1977
Nation:
Größe:1,90 m
Gewicht:77 kg

Frank Fahrenhorst Steckbrief – Bei diesen Vereinen war er aktiv

In der Jugend spielte Frank Fahrenhorst für die Vereine SpVgg Bönen und Hammer SpVgg und wurde 1994 von der Duisburger Legende Bernard Dietz entdeckt. Der Ex-Nationalspieler holte ihn 1994 nach Bochum, wo er zwei Jahre für die A-Junioren spielte und anschließend in den Herrenbereich wechselte.

Frank Fahrenhorst Steckbrief: Herren

1996 bis 2001VfL Bochum II
1996 bis 2004VfL Bochum
2004 bis 2006Werder Bremen
2006 bis 2009Hannover 96
2009 bis 2010MSV Duisburg
2010 bis 2012FC Schalke 04 II

Der junge Spieler wurde in der zweiten Mannschaft des VfL Bochum eingesetzt und konnte in der Rückrunde der Saison 1996/97 seine ersten Erfahrungen in der Bundesliga sammeln. Er blieb zunächst ein Kandidat für gelegentliche Einsätze und stieg am Ende der Saison 1998/99 zum ersten Mal mit Bochum ab. In der Saison 1999/00 spielte Frank Fahrenhorst fast ausschließlich Regionalliga und musste in der Rückrunde komplett aussetzen, die nächste Saison verbrachte der VfL dann wieder in der Bundesliga. Fahrenhorst etablierte sich im Team, nach erneutem Abstieg und einem Jahr in der Zweiten Bundesliga war der mittlerweile 25-Jährige fester Bestandteil der Mannschaft, die 2002/03 zunächst erfolgreich die Klasse hielt und im darauffolgenden Jahr einen bemerkenswerten 5. Platz erreichte. Frank Fahrenhorst hatte mit guten Leistungen und 7 Toren zu diesem Höhenflug maßgeblich beigetragen und wechselte im Sommer 2004 zum Meister Werder Bremen. Er kam an der Weser regelmäßig zum Einsatz und konnte mit den Norddeutschen die Vizemeisterschaft erringen, wurde aber im Sommer 2006 nach dem Sieg im Ligapokal im Austausch mit Per Mertesacker zu Hannover 96 transferiert. In drei Jahren an der Leine war Fahrenhorst die meiste Zeit in der Abwehr gesetzt und konnte sich mit dem Team stets im Mittelfeld platzieren. Verletzungen warfen ihn jedoch immer öfter zurück, sodass er 2009 ins Ruhrgebiet zurückkehrte und sich dem MSV Duisburg anschloss. Er spielte noch ein Jahr für die Zebras in der 2. Bundesliga, anschließend war er noch zwei Jahre für die Reserve des FC Schalke 04 aktiv, bevor er seine Karriere beendete.

Frank Fahrenhorsts Karriere in der Nationalmannschaft

In seinen ersten Jahren als Profi war Frank Fahrenhorst für die deutsche Nationalmannschaft noch kein Thema, kam aber 1998 gegen Rumänien und die Türkei zu zwei Einsätzen für das U21-Team. In der reaktivierten Olympiaauswahl kam Fahrenhorst in 4 Testspielen zum Einsatz, dann dauerte es 4 Jahre, bis er in das Team 2006 berufen wurde. Er wurde zwischen 2002 und 2004 dreimal für die Auswahl eingesetzt, allerdings waren die Gegner mit echten WM Teams nicht vergleichbar. Gute Leistungen in der Liga führten jedoch dazu, dass Frank Fahrenhorst zur Nationalmannschaft kam. Er wurde in zwei Freundschaftsspielen eingesetzt, bei denen Österreich und die WM Favoriten aus Brasilien die Gegner waren. In das WM Team Deutschland für die Heim-WM 2006 wurde Fahrenhorst trotzdem nicht berufen. Das Halbfinal-Aus gegen die zuvor nicht als WM Favoriten angesehenen Italiener verpasste er ebenso wie die Spiele bei der Europameisterschaft 2008. Im Anschluss an das Turnier machte sich Fahrenhorst noch einmal Hoffnungen, im Rahmen der WM-Qualifikation für Deutschland zum Einsatz zu kommen, wurde aber von Bundestrainer Jogi Löw nicht mehr berücksichtigt.

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Der Trainer Frank Fahrenhorst

Im Anschluss an seine Spielerkarriere blieb Frank Fahrenhorst als Trainer in Gelsenkirchen und übernahm als Assistenz-Coach der Reserve des FC Schalke 04 neue Aufgaben. Er unterstützte Bernard Trares in einer erfolgreichen Regionalliga-Saison und übernahm im Januar parallel die Verantwortung für die U17-Mannschaft des Vereins. Er konnte mit den B-Junioren bis ins Halbfinale der Deutschen Meisterschaft vordringen, wurde aber am Ende der Saison durch Christian Wörns ersetzt.

Frank Fahrenhorst Trainer

2013 bis 2015Schalke 04 U16
2015 bis 2016Schalke 04 U17
2016 bis 2017Schalke 04 U16
2017 bis 2020Schalke 04 U17
Seit 2020VfB Stuttgart II

Die nächsten Saisons war Frank Fahrenhorst Trainer des U16-Teams der Knappen und erwarb 2013 die Fußballlehrer-Lizenz mit Auszeichnung. In der Saison 2015/16 war er wieder Chefcoach der B-Junioren-Mannschaft, konnte sich aber diesmal nicht für die Meisterschafts-Endrunde qualifizieren. Er wurde daraufhin für ein Jahr erneut U16-Trainer und gewann die Westfalen-Meisterschaft, kehrte aber schon 2017 als Chef-Coach zum U17-Team zurück. In den folgenden Spielzeiten schafften es die Königsblauen nicht, sich gegen starke Konkurrenz aus Dortmund und Köln durchzusetzen und verpassten jeweils die angestrebten Finalspiele. Fahrenhorst entschied sich daraufhin, Schalke nach 8 Jahren zu verlassen und wurde im Sommer 2020 neuer Coach der Reserve des VfB Stuttgart. Die Mannschaft konnte sich als Aufsteiger sofort im Mittelfeld der Liga platzieren, sodass die Schwaben auch über die Saison 2021/22 hinaus mit Frank Fahrenhorst als Trainer planen.

Das Gehalt von Frank Fahrenhorst

Frank Fahrenhorst hatte es zunächst schwer, sich im Profifußball durchzusetzen. In seiner 16 Jahre andauernden Spielerkarriere konnte er dennoch 215 Mal in der Bundesliga spielen und 17 Tore erzielen. In der 2. Bundesliga stand er 51 Mal auf dem Platz und erzielte 6 Tore, in unterklassigen Ligen kam er in insgesamt 90 Partien zum Einsatz. Die besondere Atmosphäre des DFB-Pokal erlebte er 22 Mal erleben und erzielte zwei Tore, in Bremen und Bochum kamen darüber hinaus 9 Einsätze in europäischen Vereinswettbewerben dazu. Am Anfang seiner Karriere erzielte Frank Fahrenhorst ein Gehalt, das im deutschen Profifußball bestenfalls durchschnittlich war. Der VfL Bochum zahlte ihm zunächst nicht mehr als 400.000 DM pro Jahr, in seinen letzten beiden Jahren bei den Ruhrpott-Kickern konnte er bis zu 500.000 Euro verdienen. Der Wechsel nach Bremen zahlte sich finanziell aus, da Frank Fahrenhorst nun ein Gehalt von etwa einer Million Euro erhielt. Von Hannover wurde er zu ähnlichen Konditionen beschäftigt, sein Wechsel nach Duisburg lohnte sich dagegen nicht. Er bekam weniger als die Hälfte des bisherigen Gehalts, für Frank Fahrenhorst und Frau Nadine war aber die Rückkehr ins Ruhrgebiet ausschlaggebend.

Frank Fahrenhorst privat

Frank Fahrenhorst ist heute wieder dort, wo einst seine Karriere als Profifußballer begann. Die Wanderjahre, die ihn einst nach Bremen und Hannover zogen, möchte er nicht missen, in Bochum fühlt er sich aber wirklich zu Hause. Frank Fahrenhorst und Frau Nadine wohnen dort mit ihren beiden Kindern Leni und Luke, die alle sehr sportbegeistert sind. Die Familie hat viele Freunde in der Stadt, deshalb kommt ein Umzug selbst jetzt nicht in Frage, wo Vater Frank als Trainer in Stuttgart aktiv ist. Frank Fahrenhorst ist heute wie damals bodenständig geblieben und war nie in Skandale verwickelt. Im Leben sind ihm vertrauensvolle Kommunikation, Verlässlichkeit, Disziplin und Wille sehr wichtig. Diese Tugenden vermittelt Frank Fahrenhorst heute an seine Kinder, gleichzeitig unterstützt er ihren persönlichen Werdegang. Sein Sohn spielt im Jugendbereich eines bekannten Bundesligisten, seine Tochter hat am Reitsport Gefallen gefunden. Abseits des Platzes steht deshalb für Frank Fahrenhorst heute die Familie im Mittelpunkt, während er selbst gern mit dem Hund im Wald seine Runden dreht.